Letztes Update:
20201106180200

Anträge gegen Schließung von Tattoo- und Fitnessstudios abgewiesen

16:58
06.11.2020
Das Verwaltungsgericht Hamburg hat die Eilanträge von Betreibern mehrerer Fitnessstudios und eines Tattoo-Studios abgelehnt, die sich nach dem jüngst verfügten Teil-Lockdown gegen ihre Schließung wehrten. Wie die Kammer am Freitag mitteilte, verstößt die seit Montag geltende Regelung nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Zudem sei davon auszugehen, dass die Maßnahme einen spürbaren Beitrag zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus leiste.

In diesem Zusammenhang sei auch zu berücksichtigen, dass es mittlerweile zahlreiche staatliche Förder- und Unterstützungsmaßnahmen für von Corona-Maßnahmen betroffene Unternehmen gebe, hieß es weiter. Gegen die Entscheidung können die Antragsteller jeweils Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erheben.

Wegen rasant gestiegener Neuinfektionen mussten am Montag unter anderem alle Restaurants und Kneipen, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios sowie Kinos bis Ende des Monats wieder schließen.

(dpa)

Bundesregierung stuft ganz Italien als Corona-Risikogebiet ein

16:08
06.11.2020
Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ganz Italien ab Sonntag als Corona-Risikogebiet ein. Zudem wurden am Freitag das gesamte portugiesische Festland, fast ganz Schweden sowie Dänemark mit Ausnahme der Inseln Grönland und Färöer auf die vom Robert Koch-Institut (RKI) geführte Risikoliste gesetzt. Auch ganz Nordgriechenland und die Provinz um Athen sowie einzelne Regionen in Estland, Lettland, Litauen und Norwegen kommen hinzu.

Damit gibt es kein Land mehr in Europa ohne Risikogebiet. Bis auf zwei kleine Gemeinden in Österreich ist nun auch das komplette Grenzgebiet zu Deutschland in den neun Nachbarländern betroffen.

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen derzeit bis zu 14 Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Test davon vorzeitig befreien lassen.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Auch ein Großteil Deutschlands ist nach diesen Kriterien bereits Risikogebiet.

Italien wurde erst sehr spät von der zweiten Corona-Welle getroffen, dann stiegen die Infektionszahlen aber auch dort rasant. Zuletzt war in dem zweitbeliebtesten Urlaubsland der Deutschen nach Spanien nur noch Kalabrien im Süden des Landes «risikofrei». Ab Sonntag steht Italien komplett auf der Risikoliste des RKI.

In Portugal sind dann nur noch die weitab vom Festland liegenden Inseln der Azoren und Madeira von der Reisewarnung des Auswärtigen Amts ausgenommen. Anders die Algarve, die Südküste des portugiesischen Festlands: Als eines der letzten beliebten Urlaubsziele auf dem europäischen Festland wird sie zum Risikogebiet.

In Griechenland bleiben die Inseln in der Ägäis von der Reisewarnung ausgenommen sowie die Peloponnes und einige weitere Gebiete in der Südhälfte des Landes.

Estland und Norwegen sind zurzeit noch die beiden einzigen europäischen Länder ohne Risikogebiet. Auch Teile dieser beiden Länder kommen am Sonntag auf die Liste.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen