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20201105182845

Mehr als 2500 Menschen im Südwesten neu mit dem Coronavirus infiziert

18:26
05.11.2020
In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 2529 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 93 267 gestiegen, wie die Behörde am Donnerstag (Stand 16.00 Uhr) mitteilte.

299 schwer Erkrankte befinden sich demzufolge derzeit in intensivmedizinischer Behandlung, 156 von ihnen werden den Angaben zufolge invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet. 75 Prozent der Intensivbetten im Südwesten sind belegt.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 20 auf 2091. Als genesen gelten den Angaben zufolge 59 997 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen inzwischen bei 122,4, das ist etwas höher als an den Vortagen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Die mit Abstand höchsten Werte weisen weiter der Stadtkreise Heilbronn (217,2) und Pforzheim (215,9) auf.

(dpa/lsw)

Lucha nur am Bildschirm - Ausschusssitzung zu Corona geplatzt

17:38
05.11.2020
Knatsch im Landtag: Weil Gesundheitsminister Manne Lucha nur virtuell teilnehmen wollte, ist die für Donnerstag anberaumte Sitzung des Ständigen Ausschusses im Landtag geplatzt. Darüber ärgern sich nun nicht nur die Oppositionsparteien, die dem Grünen-Politiker eine Missachtung des Parlaments vorwerfen - auch die Koalitionspartner sind verstimmt und schieben sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe. In der Sitzung sollte am Donnerstag eigentlich die Corona-Verordnung öffentlich beraten werden. Nach Angaben der CDU-Fraktion habe man sich mit den Grünen darauf geeinigt, die Sitzung auf kommenden Mittwoch zu verschieben.

Der rechtspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Nico Weinmann, nannte es ärgerlich, dass Lucha seine persönliche Teilnahme im Ausschuss nicht für erforderlich erachte. Das Verhalten zeuge von mangelndem Respekt gegenüber den gewählten Abgeordneten, kritisierte der SPD-Rechtsexperte Boris Weirauch. Nach Angaben der CDU-Fraktion hat der Ausschussvorsitzende Stefan Scheffold (CDU) bereits im Vorfeld auf das Erscheinen Luchas gepocht und den Minister auf die Präsenzpflicht hingewiesen. Scheffold habe das als Missachtung des Parlaments empfunden, sagte ein Sprecher.

Die Grünen empörten sich indes über die Empörung der anderen: Man habe mit Scheffold vor der Sitzung vereinbart, dass Lucha sich unter anderem wegen eines vollen Terminkalenders nur zuschalte, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Scheffold sei einverstanden gewesen. «Das ist ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die wegen Kontaktreduzierungen nicht arbeiten können oder sich an die Kontaktreduzierungen halten, um die Ausbreitung der Pandemie zu verringern», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsgrünen, Uli Sckerl. Digitale Sitzungen seien problemlos möglich.

(dpa/lsw)

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