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Maas zum zweiten Mal in Corona-Quarantäne

18:17
04.11.2020
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wegen eines Kontakts mit einem Corona-Infizierten in Quarantäne begeben. Ein erster Corona-Test sei am Mittwoch aber negativ gewesen, teilte das Auswärtige Amt mit. Maas werde sich erneut in einem Haus in Brandenburg isolieren.

Der Kontakt erfolgte bereits am Montagabend mit einem «ausländischen Delegationsteilnehmer». Staatsminister Michael Roth sei auch dabei gewesen, die Abstands- und Hygieneregeln seien bei dem Treffen eingehalten worden.

Über den positiven Test der Kontaktperson sei das Auswärtige Amt erst am Mittwoch informiert worden. Am Morgen nahm Maas noch an einer Kabinettssitzung teil. Eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem griechischen Außenminister Nikos Dendias am Mittag wurde dagegen abgesagt.

Maas hatte sich erst Ende September für elf Tage in Quarantäne begeben, weil sich einer seiner Leibwächter infiziert hatte. Es ist keine fünf Wochen her, dass er die Selbstisolation beendet hat.

In den vergangenen Monaten waren immer wieder Mitglieder des Bundeskabinetts in Quarantäne. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich vor zwei Wochen als erstes Regierungsmitglied nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Er hatte sich kurz nach einer Kabinettssitzung wegen Erkältungssymptomen testen lassen.

Das Bundeskabinett musste trotzdem nicht gesammelt in Quarantäne. Damals wurde auf die Hygiene- und Abstandsregeln im Kabinettssaal verwiesen, die eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer in einem solchen Fall nicht erforderlich mache, hieß es damals.

(dpa)

Antragsfrist für Corona-Hilfen im Profisport um elf Tage verlängert

18:16
04.11.2020
Die Antragsfrist von Corona-Finanzhilfen für den Profisport ist um elf Tage bis zum 22. November verlängert worden. Dies habe Bundesinnenminister Horst Seehofer entschieden, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Dies erfolge «als Reaktion auf die geänderten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie», hieß es in einer Mitteilung. Zudem werde die Frist für die notwendige Registrierung von bevollmächtigten Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, vereidigten Buchprüfern oder Rechtsanwälten bis zum 13. November (ursprünglich 31. Oktober) ausgeweitet.

«Ich möchte Insolvenzen der Sportvereine verhindern. Dadurch erhalten wir nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Vereine als wichtigen Teil unseres Zusammenlebens vor Ort», betonte Seehofer. «Für viele Vereine sind die Corona-Hilfen eine wichtige Stütze, um während der Pandemie überleben zu können. Durch die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bleibt auch dem deutschen Leistungssport die notwendige Basis erhalten», sagte der CSU-Politiker.

Anfang Juli hatte der Bundestag ein Hilfspaket verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise für den Profisport abzumildern. 200 Millionen Euro wurden vom Bund bereitgestellt, davon wurde aber erst gut ein Drittel beantragt. Die Frist für Anträge sollte ursprünglich zum 11. November auslaufen.

Für Deutschlands Spitzenathleten hat die Corona-Pandemie empfindliche finanzielle Folgen. Mit einem Umsatzverlust von rund sechs Millionen Euro in diesem Jahr trifft es die aktuell 466 Mitglieder der Olympia- und Paralympics-Kader laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Deutschen Sporthochschule Köln am härtesten. Ihre monatlichen Einnahmen werden um 25 Prozent auf 1287 Euro zurückgehen. Insgesamt sind die Bruttoeinnahmen im Schnitt bei Nachwuchs- und Topathleten im Vergleich zu 2019 um 335 Euro pro Monat (minus 17 Prozent) gesunken, heißt es in der von der Deutschen Sporthilfe und dem Bundesinstituts für Sportwissenschaften in Auftrag gegebenen Befragung.

(dpa)

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