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Rekordwerte bei Corona-Neuinfektionen in Österreich und der Schweiz

13:03
04.11.2020
Die Corona-Pandemie hat Österreich und die Schweiz weiterhin fest im Griff. In beiden Ländern gab es binnen 24 Stunden so viele Neuinfektionen wie noch nie. Österreich verzeichnete 6211 Fälle, wie das Innenministerium am Mittwoch mitteilte. Insgesamt waren über 2500 Infizierte im Krankenhaus, 383 davon auf einer Intensivstation.

In der Schweiz und Liechtenstein gab es binnen 24 Stunden 10 073 neu bestätigte Corona-Infektionen, wie das Bundesamt für Gesundheit bekanntgab. Das bedeutet eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vortag, als über 6100 bestätigte positive Corona-Fälle gemeldet wurden. Zudem sind 73 Patienten an oder mit dem Virus verstorben.

In Deutschland sind am Mittwoch innerhalb eines Tages 17 214 neue Fälle an das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet worden. Damit haben die Alpenländer deutlich höhere Zahlen gemessen an der wesentlich geringeren Einwohnerzahl zu verzeichnen.

Um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern, herrscht in Österreich seit Dienstag für zumindest vier Wochen ein teilweiser Lockdown. Die Gastronomie und fast das gesamte Kultur- und Freizeitangebot wurden geschlossen. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr darf die Wohnung nur noch mit gutem Grund verlassen werden. Der Handel und auch die meisten Schulen blieben bislang aber offen.

In der Schweiz müssen Bars und Restaurant abends um 23 Uhr schließen. Es gilt eine ausgedehnte Maskenpflicht. Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen sind untersagt. Tanzlokale wurden völlig geschlossen. Einzelne Kanton haben noch strengere Maßnahmen getroffen.

(dpa)

Bundesbank: Corona-Krise trifft Einkommen vieler Verbraucher

13:02
04.11.2020
Die Corona-Krise hat laut einer Studie der Bundesbank das Portemonnaie vieler Menschen in Deutschland belastet. Mehr als 40 Prozent erlitten Einkommenseinbußen oder sonstige Verluste wegen der Pandemie oder den Maßnahmen zur ihrer Bekämpfung, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage, an der rund 2000 Menschen im Mai teilnahmen. Erwerbspersonen seien mit 46 Prozent wesentlich stärker betroffen waren als Nichterwerbspersonen (28 Prozent), zu den hauptsächlich Rentner und Pensionäre gehören.

Die Befragten rechneten in der Anfangsphase der Corona-Krise damit, dass ihr monatliches Nettoeinkommen in den kommenden zwölf Monaten im Schnitt um 64 Euro sinkt, so die Bundesbank. Die Unterschiede waren aber groß: 40 Prozent gingen davon aus, dass ihr Einkommen um mehr als 500 Euro pro Monat fällt, 8 Prozent erwarteten keine Veränderung. Gut die Hälfte (52 Prozent) rechneten mit einem Plus um etwa 290 Euro - vor allem Angestellte sowie Rentner und Pensionäre, die erwarten, dass sie ihren Job behalten bzw. Altersbezüge weiter fließen.

«Die Menschen mit den niedrigsten Einkommen rechneten mit den größten Einkommensverlusten», erklärten die Autoren. Vermutlich seien sie oft in unsicheren Jobs beschäftigt. Als ermutigend für die Konjunktur werteten die Experten, dass die meisten Befragten planten, auf Sicht von einem Jahr ebenso viel Geld auszugeben wie in den zwölf Monaten davor. Zudem sei die Bereitschaft hoch, eine fiktive unerwartete Einmalzahlung zum Konsum zu verwenden.

Die Laune auf üppigere Käufe nach dem Lockdown aber schwand: Gemessen an Befragungen im Mai 2019 gaben weniger Menschen an, mehr Geld ausgeben zu wollen. Zugleich wollen diejenigen, die nun mehr sparen, das an vielen Stellen tun. Auf der Kürzungsliste standen in erster Linie Reisen und Urlaub sowie Freizeitaktivitäten.

(dpa)

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