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20201104122700

Chef des Karlsruher Gesundheitsamts: Arbeiten bis zum Anschlag

12:26
04.11.2020
Trotz Unterstützung der Bundeswehr kann das Gesundheitsamt Karlsruhe nur noch bei etwa zwei von drei Coronainfektionen die Quelle ausmachen. Er glaube aber trotz dieser Zahlen nicht, «dass der Kampf verloren ist», sagte Landrat Christoph Schnaudigel am Mittwoch. Es stelle sich die Frage, was die Alternative sei. «Deshalb glaube ich wirklich, dass wir versuchen müssen, die Infektionsketten zu unterbrechen.»

Der Leiter des Karlsruher Gesundheitsamts, Peter Friebel, berichtete, dass die Mitarbeiter an den Rand ihrer Belastbarkeit kämen. Die Bundeswehr stockt ihre Unterstützung für die Behörde bei der Nachverfolgung künftig auf 16 Soldaten auf. Der Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württemberg, Oberst Thomas Köhring, machte Hoffnung, dass die Unterstützung bei Bedarf noch ausgeweitet werden könne.

Im größten Gesundheitsamt Baden-Württembergs, das für mehr als 750 000 Menschen zuständig ist, arbeiten nach Schnaudigels Angaben aktuell gut 150 Mitarbeiter daran, Infektionsketten nachzuvollziehen. Die Stadt Karlsruhe habe mehr als 20 Mitarbeiter an das Gesundheitsamt abgestellt.

(dpa/lsw)

Sozialministerium: Kontakte merken, um Nachverfolgung zu erleichtern

11:49
04.11.2020
Das baden-württembergische Sozialministerium hat an die Bevölkerung appelliert, sich ihre Kontakte zu merken, um diese bei einer Infektion mit dem Corona-Virus besser nachverfolgen zu können. Ein Sprecher sagte am Mittwoch in Stuttgart, sicherlich sei es sinnvoll, seine Kontakte im Gedächtnis zu behalten und diese bei einem positiven Testergebnis sofort zu informieren, um die Arbeit der Gesundheitsämter gegebenenfalls zu vereinfachen. «Allerdings sollten die Menschen in der derzeitigen Situation ohnehin Kontakte so weit wie möglich reduzieren, sodass hier überhaupt keine große Namensliste zusammenkommen sollte.»

Das Sozialministerium empfahl erneut die Nutzung der Corona-Warn-App. Sie sei kein Allheilmittel, nur einer von vielen Bausteinen der Pandemie-Bekämpfung, hieß es. «Bis es einen Impfstoff gibt, hilft uns die App dabei, Infektionsketten zu ermitteln und frühzeitig zu unterbrechen. Hierfür ist die Corona-Warn-App ein wirksames und einfach zu bedienendes Tool.»

Seit Montag gilt in ganz Deutschland wegen der stark gestiegenen Coronazahlen ein auf vier Wochen beschränkter Teil-Lockdown. Unter anderem Gastronomie und Kultureinrichtungen wie Kinos und Theater bleiben bis Ende November geschlossen.

(dpa/lsw)

Fußball-Regionalliga Südwest setzt Spiele bis Ende November ab

11:48
04.11.2020
Die Fußball-Regionalliga Südwest hat sämtliche bis zum 30. November angesetzten Spiele abgesetzt. Außerdem werde der Spielbetrieb ab dem 1. Dezember nur dann wieder aufgenommen, wenn in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland ab spätestens 17. November ein Mannschaftstraining unter Wettkampfbedingungen zulässig ist, teilte die Liga am Mittwoch mit.

In Baden-Württemberg und Hessen ist den Regionalliga-Teams gemäß der jeweiligen Corona-Verordnungen ihres Landes der Trainings- und Wettkampfbetrieb im November weiterhin gestattet. Im Saarland können die Clubs in begründeten Einzelfällen ausnahmsweise die Erlaubnis zum Betrieb und zur Nutzung von Sportstätten durch die zuständige Ortspolizeibehörde erhalten. In Rheinland-Pfalz hingegen ist der Trainings- und Wettkampfbetrieb im Amateur- und Freizeitsport in Mannschaftssportarten in diesem Monat untersagt.

(dpa)

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