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Palmer steht zu Bitte an Senioren - Virus ist «altersdiskriminierend»

06:01
03.11.2020
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat seinen Corona-Appell an ältere Menschen verteidigt und sieht darin keine Ausgrenzung von Senioren. «Wir müssen uns einfach klar machen: Bei Menschen über 80 gab es 500 mal mehr Todesfälle als bei denen unter 40. Dieses Virus ist extrem altersdiskriminierend. Darüber klagen nutzt nichts», sagte der Grünen-Politiker der «Passauer Neuen Presse» (Dienstag). Man müsse die Chance nutzen, die Intensivstationen vor Überlastung zu bewahren, indem man vor allem den Älteren dabei helfe, sich vor Corona zu schützen. «Appelle und Angebote isolieren niemanden», betonte Palmer.

Palmer sprach sich zugleich dafür aus, die Corona-Warn-App auszubauen. Die Gesundheitsämter könnten Infektionsketten kaum nachverfolgen. «Die ganze Zettelwirtschaft ist an sich zu langsam. Wir brauchen dringend Lösungen wie in Taiwan  oder Südkorea», sagte der Grünen-Politiker. Dort würden Daten genutzt, um die Kontakte zu verfolgen und zu isolieren. Beide Länder seien schneller als das Virus. Deshalb rate er, «unsere  Warn-App möglichst schnell in diese Richtung auszubauen, sonst  kommen wir aus dem Lockdown in diesem Winter kaum heraus».

(dpa/lsw)

Trotz Corona: Kinder können an den Nikolaus schreiben

06:00
03.11.2020
Auch wenn in der Corona-Pandemie einiges Vorweihnachtliches wie der Besuch von Weihnachtsmärkten wegfällt - an den Nikolaus können die Kinder auch in diesem Jahr schreiben: «Daran ändert sich gar nichts», sagte der Vorsitzende vom Festausschuss St. Nikolaus, Peter Gerecke, im saarländischen St. Nikolaus der Deutschen Presse-Agentur. Die Post von Tausenden von Kindern aus aller Welt werde beim Nikolauspostamt wie auch sonst von den freiwilligen Helfern des Nikolauses beantwortet.

Es seien bereits rund 2000 Briefe von Kindern an den Nikolaus eingegangen, sagte Sabine Gerecke als Leiterin der Kinderbriefaktion in St. Nikolaus. Die Corona-Pandemie sei in den Schreiben auch Thema: Manche Kinder fragten, wie es dem Nikolaus gehe und wünschten ihm, dass er gesund bleibe, erzählte sie. Andere berichteten, dass es wegen Corona nicht so ein tolles Jahr gewesen sei.

Seit mehr als 50 Jahren schreiben Kinder «An den Nikolaus» in dem kleinen Ort in der Gemeinde Großrosseln nahe der französischen Grenze. Nach Angaben der Deutschen Post ist es das älteste Nikolauspostamt in Deutschland. Die Partnerschaft zwischen dem Festausschuss und der Post besteht seit 1967. In Deutschland gibt es sieben Weihnachtspostfilialen, an die Kinder ihre Briefe an Weihnachtsmann, Christkind oder Nikolaus schicken können.

Die Kinderbriefaktion startet offiziell Mitte November, die Briefe würden zum Nikolaustag am 6. Dezember beantwortet. 2019 hatte das Nikolaus-Team auf 26 568 Schreiben von Kindern aus insgesamt 41 Ländern geantwortet - so viele wie nie zuvor.

(dpa)

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