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20201102105531

Siemens zahlt bis zu 1000 Euro Corona-Bonus

10:54
02.11.2020
Siemens zahlt den meisten seiner Mitarbeiter einen Corona-Bonus von bis zu 1000 Euro. Insgesamt schüttet der Konzern 200 Millionen Euro aus, wie er am Montag mitteilte. Alle Mitarbeiter weltweit mit Ausnahme des oberen Managements sollen demnach Geld erhalten - das dürften rund 235 000 Menschen sein.

«Die vergangenen Monate waren auch für unser Unternehmen eine gewaltige Herausforderung, die wir zusammen vergleichsweise gut gemeistert haben», sagte der scheidende Siemens-Chef Joe Kaeser. Die Zahlung unterstreiche die Wertschätzung «für die außerordentlichen Leistungen und den Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen unter schwierigsten Bedingungen».

Das Geld soll nach Möglichkeit noch im laufenden Jahr fließen. Gezahlt werden bis zu 1000 Euro, wobei die Summe an die jeweilige Kaufkraft in den einzelnen Ländern angepasst wird.

(dpa)

Kliniken fordern finanzielle Sicherheit für zweite Corona-Welle

10:53
02.11.2020
Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg fordern angesichts steigender Corona-Zahlen Sicherheit und Flexibilität bei Finanzen und Personal. So müsse die Politik etwa Personaluntergrenzen wieder aussetzen, damit Krankenschwestern und Pfleger zur Behandlung von Covid-19-Patienten eingesetzt werden können, teilte die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) am Montag in Stuttgart mit. Auch sollte es eine finanzielle Sicherheit geben, wenn die Behandlung auf manchen Stationen eingeschränkt werde, um Personal für schwer kranke Covid-19-Patienten auf anderen Stationen zu haben.

Ferner möchte die BWKG, dass die Krankenkassen dauerhaft Rechnungen der Kliniken innerhalb von fünf Tagen bezahlen müssen. «Die bisher vorgesehene Begrenzung dieser Regelung auf das Jahr 2020 muss gestrichen werden.» Der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Detlef Piepenburg, sagte laut Mitteilung: «Damit sich die Krankenhäuser auf die Versorgung der Covid-19-Patienten konzentrieren können, muss ihre Liquidität zu jedem Zeitpunkt sichergestellt sein.» Rettungsschirme auch für Reha-Kliniken und Pflegeeinrichtungen sollten für die Dauer der Pandemie gesichert werden, mindestens aber bis Ende März 2021.

(dpa/lsw)

Braun: Teil-Lockdown soll möglichst am Monatsende gelockert werden

10:15
02.11.2020
Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat den Willen bekräftigt, die am Montag in Kraft getreten neuen Corona-Einschränkungen nach rund vier Wochen wieder zu lockern. «Unser erklärtes Ziel ist, dass wir Ende November die Maßnahmen in dieser Strenge beenden wollen», sagte Braun am Montagmorgen im RBB-Inforadio. Es gehe auch darum, der deutschen Wirtschaft das Weihnachtsgeschäft und der Bevölkerung die Weihnachtsfeier im Familienkreis zu ermöglichen. In zwei Wochen sollen die strengen Maßnahmen erneut besprochen und unter Umständen angepasst werden.

(dpa)

Studie: Höhere Belastungen für pflegende Angehörige in Corona-Zeit

10:14
02.11.2020
Die Belastungen für Angehörige, die Pflegebedürftige zu Hause betreuen, haben sich laut einer Studie in der Corona-Krise weiter erhöht. Für 57 Prozent der Befragten wurde die Pflege nach eigenem Bekunden in der Pandemie zeitlich aufwendiger, wie eine Analyse der Universität Bremen für die Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab. Hintergrund sei unter anderem, dass professionelle Hilfe etwa von Pflegediensten nicht in gewohntem Umfang in Anspruch genommen werden konnte. Der eigene Gesundheitszustand hat sich demnach nun für 11 Prozent der pflegenden Angehörigen «erheblich» verschlechtert, für 41 Prozent «etwas». Als «nicht verändert» beschrieben ihn 47 Prozent.

DAK-Vorstandschef Andreas Storm sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Situation pflegender Angehöriger sei schon vorher schlecht gewesen. «Mit der Corona-Krise ist die Belastungsgrenze endgültig überschritten.» Viele bräuchten kurzfristig mehr Flexibilität in der
Pflege und im Beruf, weil die Pandemie noch anhalten werde. Storm begrüßte Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in diese Richtung, die ein erster Schritt zur Entlastung seien. Mehr als drei Millionen Pflegebedürftige werden zu Hause versorgt.

Laut der Studie gab ein Großteil der Befragten auch an, dass Pflege und Beruf durch die Pandemie noch schwieriger zu vereinbaren seien. Für die Untersuchung des Bremer Gesundheitsökonomen Heinz Rothgang wurden den Angaben zufolge vom 8. Juni bis 12. August 1296 Menschen per Online-Fragebogen befragt - im Blick standen zu Hause Pflegende im erwerbsfähigen Alter bis 67 Jahren. Zuvor waren demnach insgesamt 24 500 Menschen angeschrieben worden, die als Pflegepersonen von pflegebedürftigen DAK-Versicherten registriert sind.

(dpa)

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