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20201030125539

Kretschmann: Besuche in Kliniken und Seniorenheimen bleiben möglich

12:52
30.10.2020
Die grün-schwarze Landesregierung will weiterhin Besuche in Seniorenheimen, Krankenhäusern und Behinderteneinrichtungen ermöglichen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte am Freitag in einer Sondersitzung des Landtags in Stuttgart: «Wir führen deshalb dort mit Hochdruck Schnelltests ein, damit Angehörige weiterhin zu Besuch kommen können.» Es gehe um den Schutz der Bewohner und nicht darum, sie zu isolieren. Denn das hätte ebenso gravierende Auswirkungen auf ihre Gesundheit.

Angesichts der bundesweit anschwellenden Corona-Infektionswelle hatte Kretschmann am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Sie sollen ab kommenden Montag bis Ende November gelten.

Demnach werden Restaurants und Kneipen wieder schließen, genauso wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Theater und Museen, Tattoo- und Fitnessstudios oder Kinos. In der Öffentlichkeit sollen sich nur noch maximal zehn Menschen aus dem eigenen und einem zweiten Hausstand gemeinsam aufhalten dürfen. Veranstaltungen werden gestrichen und Zuschauer in der Bundesliga wieder verboten. Offen bleiben sollen Schulen, Kindergärten, der Groß- und Einzelhandel und Friseurläden.

Die jüngsten Beschlüsse gehen einher mit weiter steigenden Infektionszahlen in Baden-Württemberg.

(dpa/lsw)

Kretschmann über die Wirkung der Corona-Einschränkungen: Letztlich sind sie wie eine bittere Medizin: Man nimmt sie nicht gerne ein, muss es aber tun, um wieder gesund zu werden. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in einer Sondersitzung des Landtags in Stuttgart zu den Folgen der Corona-Auflagen. 12:52
30.10.2020

Kretschmann garantiert Unterstützung für Corona-Betroffene

12:51
30.10.2020
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wirbt um Verständnis für die drastischen Corona-Auflagen, die vom kommenden Montag für weite Teile des öffentlichen Lebens gelten. «Uns ist bewusst, dass die von uns beschlossenen Maßnahmen viele Unternehmen, Einrichtungen und Solo-Selbstständige treffen und verunsichern», sagte der Regierungschef am Freitag in einer Sondersitzung des Landtags in Stuttgart.

Er versicherte den Betroffenen zudem die Unterstützung des Landes. «Wir haben Sie nicht vergessen», sagte Kretschmann. Der Bund werde schnell und unbürokratisch eine Nothilfe an die betroffenen Unternehmen, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen auszahlen. «Niemand muss aufgrund der Maßnahmen um seine wirtschaftliche Existenz fürchten», sagte der Ministerpräsident. Die Entschädigung sei «großzügig».

Angesichts der bundesweit anschwellenden Corona-Infektionswelle hatte er am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Neben Restaurants und Kneipen müssen unter anderem auch Theater und Kinos, Fitnessstudios und Museen für einen Monat schließen. Die Auflagen sollen ab kommenden Montag bis Ende November gelten.

Die jüngsten Beschlüsse gehen einher mit weiter steigenden Infektionszahlen in Baden-Württemberg.

(dpa/lsw)

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