Der frühere Stuttgarter Torhüter Timo Hildebrand hat sich erneut kritisch über die anstehende WM in Katar geäußert, die wegen Menschenrechtsverletzungen stark umstritten ist. "Die ganzen Fakten liegen ja auf dem Tisch. Wir als Gesellschaft und auch die Fußballspieler dürfen diese Umstände nicht akzeptieren", sagte der VfB-Meistertorwart von 2007 im Interview mit "Web.de".
Alleine der Ablauf der Vergabe sei "ein Witz" gewesen, so Hildebrand. Inzwischen gilt es als erwiesen, dass Katar im Jahr 2010 auch aufgrund erheblicher Geldzahlungen an Funktionäre des Weltverbands Fifa den Zuschlag erhalten hatte. Zuletzt hatte die Dokumentation "Das Milliardenspiel - die verkaufte WM" von Benjamin Adrion, Sohn des VfB-Vizepräsidenten Rainer Adrion, die damaligen Praktiken aufgedeckt.
Das Eröffnungsspiel an diesem Sonntag zwischen Katar und Ecuador löst bei Hildebrand in jedem Fall keinerlei Euphorie aus: "Ich wüsste nicht, warum das jemand anschauen sollte."