Der Traum endete bitter für Marokko. Beim Afrika-Cup im eigenen Land blieb am Ende nur der zweite Platz für VfB-Spieler Bilal El Khannouss und seine Mannschaft.
Das Spiel in Rabat war lange Zeit eines auf Augenhöhe und wurde souverän geleitet. Doch in der Schlussphase verlor Schiedsrichter Jean-Jaques Ndala Ngambo die Kontrolle über die Partie. Zuerst pfiff er zu früh, ein regulärer Treffer des Senegal wurde so nichtig, dann gab er in Minute 90+6 einen Elfmeter für Marokko - den man wohl geben kann, aber nicht muss. El Khanouss war da schon nicht mehr auf dem Feld, er wurde in der 80. Minute ausgewechselt.
Das Spiel war minutenlang unterbrochen, die Senegalesen aus Protest in der Kabine. Doch dann kam es doch zu einer Fortsetzung und Brahim Diaz, bisher Marokkos erfolgreichster Schütze im Turnier mit fünf Treffern, versagten die Nerven. Er scheiterte in der 90. +24 mit einem gelupften Elfmeterversuch.
In der Verlängerung ging der Senegal dann in Führung. Pape Gueye traf mit einem Traumtor zu 1:0. Dieser knappe Vorsprung reichte dem Senegal, die Mannschaft um Superstar Sadio Mané holte sich zum zweiten Mal nach 2022 den Titel.
Philipp Maisel