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Milan Kapusta/TASR/dpa Menschen warten darauf im Dorf Raslavice im Bezirk Bardejov auf das Corona-Virus getestet zu werden.

Österreich greift härter durch

11:15
25.10.2020
Österreich zieht die Zügel angesichts stark steigender Corona-Neuinfektionen weiter an: Seit Mitternacht dürfen sich in Innenräumen abseits der eigenen vier Wände nur noch sechs Personen treffen, draußen zwölf. Auch in Restaurants gilt ab jetzt eine Höchstzahl von sechs statt bisher zehn Erwachsenen pro Tisch. Auf der Straße muss wieder ein Meter Abstand gehalten werden, außer zu Menschen, mit denen man zusammenwohnt.

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen hatte am Samstag erneut einen Rekordwert erreicht. 3614 Fälle wurden innerhalb von 24 Stunden gemeldet, nach 2571 am Tag davor. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg auf 172,1 pro 100.000 Einwohner.

Die Maskenpflicht wird im öffentlichen Raum ausgeweitet. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist nun auch an Bahnhöfen, Haltestellen und in Einkaufspassagen vorgeschrieben. In öffentlichen Verkehrsmitteln wie Seilbahnen, Reisebussen und Ausflugsschiffen und beim Einkaufen galt sie schon vorher.

Auch müssen Opern- oder Theaterbesucher während der gesamten Vorstellung einen Mund-Nase-Schutz tragen. Bisher durfte man die Maske am eigenen Platz ablegen. Masken sind auch bei Besuchen in Altenheimen nun Pflicht, ebenso wie auf Märkten drinnen und draußen. Großveranstaltungen dürfen nur noch mit 1000 statt 1500 Teilnehmern drinnen und mit 1500 statt bislang 3000 Teilnehmern draußen stattfinden.

dpa

Rom: Ausschreitungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen

10:49
25.10.2020
In Italiens Hauptstadt Rom ist es bei Protesten gegen Ausgangssperren und andere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu Ausschreitungen gekommen. Demonstranten warfen in der Nacht zum Sonntag im Zentrum Roms unter anderem Feuerwerkskörper auf Polizisten, wie die Nachrichtenagentur Adnkronos und andere Medien berichteten. Als Bereitschaftspolizisten zur Verstärkung anrückten, wurden demnach Autos beschädigt und Müllcontainer in Brand gesteckt. Zwei Polizisten erlitten den Berichten zufolge Verletzungen, mindestens zehn Demonstranten wurden festgenommen. Die Polizei selbst machte zunächst keine Angaben dazu.

An dem nicht genehmigten und von der neofaschistischen Partei Forza Nuova organisierten Protest hatten sich den Medienberichten zufolge Hunderte Menschen beteiligt. Parteichef Roberto Fiore schrieb am Sonntag auf Twitter, die italienischen Lebensgrundlagen würden „im Namen einer "Pseudo-Pandemie" geopfert“.

Forza Nuova, die bei der Parlamentswahl 2018 weniger als 0,4 Prozent der Stimmen erhalten hatte, war auch an den gewalttätigen Protesten am späten Freitagabend in Neapel beteiligt gewesen. Italiens Vize-Innenminister Matteo Mauri beschrieb das dortige Geschehen anschließend als „Stadtguerilla“-Vorfälle, die von „(Fußball-)Hooligans, kriminellen Gruppen und politischen Extremisten“ angeheizt worden seien.

Angesichts der landesweit wieder steigenden Infektionszahlen steht die Regierung von Premierminister Giuseppe Conte unter wachsendem Druck, strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu ergreifen. Es wurde erwartet, dass er im Lauf des Sonntags striktere landesweite Maßnahmen verkünden werde. Dazu soll unter anderem die Schließung aller Kinos und Theater gehören. Die offizielle Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus in ganz Italien lag am Samstag auf dem Rekordwert von 19.644. Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 504.509. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung erhöhte sich auf 37.210.

dpa