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Belgien: Dreijähriges Mädchen an Covid-19 gestorben

13:28
24.07.2020
In Belgien ist ein dreijähriges Mädchen vor einigen Tagen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das teilten die Gesundheitsbehörden im Nachbarland am Freitag mit. Das Kind hatte offenbar mehrere Vorerkrankungen. "Diese Nachricht trifft uns alle zutiefst, egal ob als Wissenschafter oder als Elternteil", erklärte ein Sprecher der belgischen Gesundheitsbehörden. Covid-19-bedingte Todesfälle unter jungen Menschen seien selten, kämen jedoch vor. Im März war ein 12-jähriges Kind in Belgien an dem Virus gestorben, vor kurzem erlag auch ein 18-jähriger einer Covid-19-Erkrankung.

In Belgien ist das Corona-Virus zuletzt wieder stark aufgeflammt. Die Zahl der Neuinfektionen  stieg zwischen 14. bis 20. Juli im Vergleich zur Vorwoche um 89 Prozent. Der Anstieg betrifft alle Altersgruppen, ist jedoch bei der Erwerbsbevölkerung (unter 60 Jahren) stärker ausgeprägt. Ab Samstag müssen auch auf Märkten, in Einkaufsstraßen und in gastronomischen Einrichtungen wie Cafés oder Restaurants wieder Masken getragen werden.

Jörg Tschürtz

Foto: dpa/Boris Roessler An manchen Flughäfen in Deutschland ist es bereits jetzt möglich, sich vor Abflug oder nach Rückkehr aus dem Urlaub auf Sars-CoV-2 testen zu lassen.

Deutschland will Corona-Tests für alle Urlauber

12:50
24.07.2020
Alle Reisenden sollen sich nach ihrer Rückkehr in Deutschland kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen können. Das soll an Flughäfen und Seehäfen geschehen, aber auch in ihren Heimatorten. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Freitag bei einer Schaltkonferenz.

An Flughäfen und Seehäfen werden demnach Teststellen eingerichtet. Menschen, die aus Staaten mit hohem Infektionsrisiko nach Deutschland zurückkommen, sogenannten Risikogebieten, sollen sich dort testen lassen. Wer keinen negativen Test hat, muss - wie bisher schon - für zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

„Auch Reisende aus Nicht-Risikoländern können sich innerhalb von 72 Stunden testen lassen“, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Berlins Ressortchefin Dilek Kalayci (SPD). „Allerdings nicht in den Flughäfen.“ In Frage kommen dafür etwa Arztpraxen oder Gesundheitsämter. Wichtig für alle Reisenden: Die Tests sind für sie in jedem Fall kostenlos, auch wenn es vorher keine Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion gab.

Weltweit sind auf Basis der wissenschaftlichen Expertise des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit rund 130 Staaten als Corona-Risikogebiet eingestuft. Das betrifft etwa die Türkei, Israel, Luxemburg oder die USA. Nahezu die komplette EU und einige andere europäische Staaten wie die Schweiz fallen nicht darunter.

Eine rechtliche Verpflichtung für einen Corona-Test nach Rückkehr soll es zunächst nicht geben. Faktisch ist aber zumindest jeder Reisende aus einem Risikogebiet zum Test verpflichtet, will er eine Quarantäne vermeiden. Das soll auch für Rückkehrer gelten, die mit Auto, Bus oder Bahn aus Risikoländern einreisen.

In Luxemburg sind Tests am Flughafen bereits seit Ende Mai möglich. Auch an der Gare Centrale soll eine Teststation eingerichtet werden.

Jörg Tschürtz