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20201117163103

Task Force warnt vor "unkontrollierbarem" Anstieg bei Fallzahlen

11:07
20.10.2020
Die stark ansteigenden Corona-Zahlen in Luxemburg in den vergangenen zehn Tagen deuten auf eine exponentielle Entwicklung hin, "die kaum kontrollierbar wäre". Das schreiben die Forscher der Covid-19-Taskforce in einem Bericht, der am Montagabend veröffentlicht wurde.

Die täglichen Neuinfektionen könnten in den nächsten sechs Wochen auf bis zu 370 steigen. Die Wissenschaftler empfehlen der Regierung daher, die Bürger vermehrt auf die sanitären Maßnahmen aufmerksam zu machen, um schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle zu verhindern. "Mehr Aufklärung und/oder Maßnahmen, die physische Kontakte einschränken, könnten erforderlich sein (beispielsweise für öffentliche Versammlungen, Homeoffice, Schulen, etc.)", heißt es in dem Bericht, der am vergangenen Freitag erstellt wurde. Die Regierung hatte sich am Samstag dazu entschieden, vorerst keine zusätzlichen gesetzlichen Restriktionen zu ergreifen.

Im Gegensatz zur ersten Welle im Frühjahr seien derzeit keine höhere Todesrate oder mehr schwere Krankheitsverläufe feststellbar. Dies habe mit verbesserter medizinischer Behandlung und der jüngeren Altersstruktur der aktuell mit dem Corona-Virus infizierten Personen zu tun, so die Taskforce. "Wie die derzeit prognostizierte Epidemiedynamik diesen positiven Trend beeinflussen wird, ist aber schwierig voraussagen."

Jörg Tschürtz

Finnair streicht im Zuge von Corona-Krise 700 Stellen

08:03
20.10.2020
Die finnische Fluggesellschaft Finnair streicht bis März rund 700 Stellen. Wegen der von der Corona-Pandemie verursachten dramatischen Lage der Flugbranche fallen allein schätzungsweise 600 Arbeitsplätze in der finnischen Heimat weg, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Darüber hinaus werden die meisten Mitarbeiter langfristig von vorübergehenden Freistellungen betroffen sein, weil davon ausgegangen wird, dass die Branche Jahre für die Erholung von der Krise benötigen wird. Die Airline hat derzeit rund 6.500 Angestellte, der Großteil davon arbeitet in Finnland.

Er sei dankbar, dass gemeinsam mit den Angestellten eine Lösung zur Rettung von etwa 150 Jobs im Konzern gefunden worden sei, sagte Finnair-Chef Topi Manner. „Trotzdem ist dies ein sehr trauriger Tag bei Finnair.“ Die Veränderungen seien notwendig und unvermeidbar.

Finnair hatte Ende August Pläne angekündigt, bis zu 1.000 Stellen streichen zu müssen. Die finnische Regierung hatte bereits im März verkündet, der Fluggesellschaft Staatsgarantien im Umfang von 600 Millionen Euro zu gewähren. Der finnische Staat besitzt 55,8 Prozent an Finnair.

Jörg Tschürtz