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Jodelkonzert als Ursache für Corona-Ausbruch

07:49
20.10.2020
Der aktuell heftige Corona-Ausbruch im Schweizer Kanton Schwyz ist laut einem Medienbericht auf ein Jodelkonzert in einer Mehrzweckhalle zurückzuführen. Ende September seien rund 600 Zuschauer zu zwei Aufführungen eines Jodel-Musicals gekommen. Die Besucher mussten keine Masken tragen und die Jodler standen auf der Bühne dicht an dicht, schreibt FAZ.net. "So herrschte im Raum freie Bahn für die Aerosole, die gerade beim Singen in großen Mengen ausgestoßen werden."

Laut Angaben eines leitenden Mediziners erlebe der Kanton Schwyz "einen der europaweit schlimmsten Ausbrüche von Covid-19“.

Die Schweiz hat die Sicherheitsauflagen wegen der ansteigenden Corona-Zahlen mittlerweile verschärft. Seit Montag sind Versammlungen mit mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum verboten. Die Schweizer wurden dazu aufgerufen, private Treffen insgesamt einzuschränken. 

Auch die Maskenpflicht wurde verschärft. Sie galt bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln und wurde nun auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte, Restaurants und Museen ausgeweitet. Auch an Bahnhöfen, Flughäfen und Haltestellen müssen Schweizer künftig Mund und Nase bedecken. Darüber hinaus legte die Regierung Unternehmen nahe, Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen, um soziale Kontakte zu reduzieren.

 

Jörg Tschürtz

Prekäre Situation in Wallonien

07:39
20.10.2020
Die belgische Nachbarregion Wallonien stellt sich auf schwierige Wochen ein. Die Zahl der Covid-19-bedingten Krankenhausbehandlungen im Süden des Landes stieg in den vergangenen Tagen auf das selbe Niveau wie zu Beginn der Pandemie, wie ein Sprecher des Krisenzentrums am Montag laut metrotime.be berichtete. Jeden Tag werden im Schnitt 252 Patienten wegen einer Coronavirus-Erkrankung im Krankenhaus aufgenommen. "Der Druck auf die Krankenhäuser wird in den kommenden Tagen weiter zunehmen", so der Sprecher weiter. Die Situation in der Wallonie beschrieb er als "prekär".

Insgesamt brauchen in Belgien derzeit 2.500 Coronavirus-Patienten stationäre Pflege, 412 davon liegen auf der Intensivstation. Bis Ende des Monats werden laut Prognose des Krisenzentrums voraussichtlich 1.000 Intensivbetten belegt sein. Die maximale Anzahl liegt bei 2.000 Betten. Ziel ist es, den Trend bei den Neuinfektionen  innerhalb von zwei oder drei Wochen umzukehren.

Die Regierung des Elf-Millionen-Einwohner-Landes verfügte am Freitag, dass alle Restaurants und Gaststätten für vier Wochen schließen müssen. Von Mitternacht bis 05.00 Uhr gilt eine Ausgangssperre. Insgesamt gab es in Belgien nach offiziellen Zahlen seit Beginn der Pandemie 222.253 Coronafälle. An der Spitze liegen die Provinzen Brüssel, Antwerpen und Lüttich (Liège).

Jörg Tschürtz