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Generaldirektor des CHL: Mehr jüngere Patienten eingeliefert

07:10
24.07.2020
Dr. Romain Nati, Generaldirektor des CHL, sprach am Freitagmorgen bei RTL über die aktuelle Covid-Situation. Unabhängig davon, ob man dem derzeitigen Geschehen die Bezeichnung einer zweiten Welle geben wolle, sehe man derzeit eine erneute Steigerung der aktiven Fälle.

Auch in den Krankenhäusern sei diese Veränderung bereits angekommen. Nachdem man lange Zeit nur wenige Corona-Patienten habe behandeln müssen, seien seit Ende Juni wieder mehr Patienten eingeliefert worden, so Nati. Derzeit werden Covid-19-Patienten prioritär im CHL behandelt. Von den 19 Betten, sie für sie vorgesehen sind, seien derzeit 17 belegt. Zwei zusätzliche Patienten werden auf der Intensivstation betreut.

Die Patienten der zweiten Welle seien im Schnitt zehn Jahre jünger, 
als die ersten Patienten, die im März eingeliefert wurden.

An medizinischem Material mangele es derzeit nicht, allerdings müsse den Krankenhäusern mehr qualifiziertes Personal zur Verfügung gestellt werden.

Sarah Cames

Es wird eng: Übervolle Ausflugsziele auch in Rheinland-Pfalz

06:45
24.07.2020
Volle Badestrände und Getümmel in Biergärten: Inmitten der Corona-Pandemie vermitteln Berichte aus manchen Naherholungsgebieten in Rheinland-Pfalz ein mulmiges Gefühl. Die Sorglosigkeit nehme rapide zu, fürchten Experten.

„Aktuell müssen wir leider feststellen, dass sich immer weniger Menschen an die notwendigen Regeln halten“
, sagt etwa eine Sprecherin der Stadt Kaiserslautern. Sei Alkohol im Spiel, verstärke sich das noch. „Es finden mehr Kontrollen statt. Auch müssen mehr Platzverweise erteilt werden.“ In Koblenz hatte die Stadt vorübergehend für das Deutsche Eck ein Alkoholverbot erlassen.

In der Verbandsgemeinde Eich (Kreis Alzey-Worms) etwa ist der Andrang an der Badestelle Gimbsheimer Pfarrwiesensee zeitweise so groß, dass seit Anfang Juli ein Sicherheitsdienst dort eingesetzt wird. Wegen der vielen Besucher habe das Ordnungsamt den Verkehrsfluss an den Zufahrten allein nicht richtig regulieren können, so die Gemeinde.

Ausweichen kann man zum Beispiel ins Grüne, sagt der Vorsitzende des Pfälzerwald-Vereins (PWV), Martin Brandl. Wohl nirgends könnten Abstände besser eingehalten werden als im größten Waldgebiet Deutschlands. Die Autokennzeichen auf den Waldparkplätzen würden zeigen, dass dort zusätzlich zu Einheimischen auch vermehrt Urlauber aus anderen Regionen unterwegs seien. „Natürlich ist auch der Pfälzerwald irgendwann überfüllt“, sagt Brandl. Davon sei die Region aber weit entfernt.

dpa