Letztes Update:
20201117163103

Rom: 99 Prozent weniger Ausländer in Hotels im Juni

06:40
24.07.2020
Der Zusammenbruch des Tourismus in Rom wegen der Corona-Pandemie dauert trotz Öffnung vieler europäischer Grenzen an: Bei den Hotels und Pensionen in Italiens Hauptstadt lag das Minus der Ankünfte im Juni bei über 99 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das zeigen regionale Statistiken (EBTL). Es wurden nur 6300 Ankünfte von Ausländern in den Hotels registriert. Etwa ein Viertel der Reisenden kam aus Deutschland. Ein Jahr zuvor hatten mehr als 773.000 internationale Gäste im Juni in Rom übernachtet.

Italien hat die Grenzen für Bürger zahlreicher europäischer Staaten seit 3. Juni wieder geöffnet. Das Land verzeichnet bisher durch die Pandemie mehr als 35.000 Tote - allerdings liegt der Schwerpunkt der Virusinfektionen in einigen Regionen im Norden.

dpa

Jugendarbeitslosigkeit in Luxemburg spitzt sich zu

06:34
24.07.2020
Sie sind jung, sprechen viele Sprachen und doch sind sie ohne Job. Jeder vierte unter 25 Jahren findet in Luxemburg keine Arbeit. Nur in Griechenland und Spanien ist die Zahl noch höher.

Sarah Cames

Brasilien: Infizierter Bolsonaro grüßt ohne Maske

04:57
24.07.2020
Der nach eigener Aussage mit dem Corona-Virus infizierte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist mit dem Motorrad auf dem Gelände der Präsidentenresidenz spazieren gefahren und hat sich ohne Maske mit Angestellten unterhalten, die dort arbeiteten. Dies berichteten brasilianische Medien am Donnerstag.

Bolsonaro befindet sich in Quarantäne, nachdem er vor zwei Wochen gesagt hatte, ein Corona-Test beim ihm sei positiv ausgefallen. Der rechte Präsident führt die Amtsgeschäfte vom Palácio da Alvorada in Brasília aus. Nach Informationen des Kommunikationsministeriums vom Mittwoch war er ein weiteres Mal positiv getestet worden.

Nach den USA ist Brasilien derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Das Gesundheitsministerium meldete am Donnerstagabend (Ortszeit) 59.961 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt wurden in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas damit bisher 2.287.475 Fälle registriert. 84.082 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 bislang gestorben.  Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen.

In einem Gespräch mit Anhängern vor der Präsidentenresidenz bewarb Bolsonaro das Mittel Hydroxychloroquin, das er mit einer Linderung seiner Symptome in Verbindung brachte. Er sagte außerdem, dass eine Ansteckung mit dem Virus nicht verhindert werden könnte, außer in Fällen von extremer Isolation: „Wer in der Gesellschaft lebt, wird das Virus früher oder später bekommen. In dieser Hinsicht kann man den Tod nicht vermeiden.“

dpa