In der Corona-Krise wollen die EU-Staaten die Hilfen für Jugendliche am Arbeitsmarkt ausweiten:
Die Altersgrenze bei der sogenannten EU-Jugendgarantie soll von 24 auf 29 Jahre angehoben werden, um mehr jungen Leuten eine Chance auf Förderung zu geben. Dies teilte deutsche Bundesminister Hubertus Heil nach einer Online-Konferenz der EU-Arbeits- und Sozialminister mit.
Die Garantie sieht vor, dass junge Leute in Europa
spätestens nach vier Monaten Arbeitslosigkeit ein „hochwertiges Angebot“ bekommen - sei es ein Job, eine Lehrstelle oder eine Fortbildung. Ziel sei, Jugendliche wenn nötig zu qualifizieren und dann so schnell wie möglich in Beschäftigung zu bringen, sagte EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit.
Aufgerüttelt durch die Corona-Risiken etwa für Leiharbeiter in Fleischfabriken vereinbarten die Minister nach Heils Worten auch, enger beim
Schutz der Rechte von Wander- und Saisonarbeitern zusammenzuarbeiten. Es sei an der Zeit, mit den schlechten Arbeitsbedingungen grundlegend aufzuräumen.
Einstimmig hätten sich die Minister auch
auf einen europäischen Rahmen für ein Mindestsicherungssystem geeinigt, fügte Heil hinzu. Niemand dürfe ins Bodenlose fallen, vielmehr müsse der Sozialstaat überall ein angemessenes Mindestniveau garantieren und für Wege aus der Armut sorgen.
Sarah Cames