Letztes Update:
20201117163103

IWF warnt vor Finanzrisiken wegen Corona-Krise

16:11
13.10.2020
Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor Auswirkungen der Corona-Krise auf die Stabilität des internationalen Finanzsystems. Zwar seien die kurzfristigen Gefahren durch das beherzte Eingreifen staatlicher Institutionen wie Regierungen und Notenbanken begrenzt worden, heißt es im Finanzstabilitätsbericht des IWF vom Dienstag. Die Anfälligkeit des Finanzsystems sei in der Krise aber gestiegen.

Sarah Cames

EU-Staaten vereinbaren mehr Hilfe für junge Leute in der Corona-Krise

16:09
13.10.2020
In der Corona-Krise wollen die EU-Staaten die Hilfen für Jugendliche am Arbeitsmarkt ausweiten: Die Altersgrenze bei der sogenannten EU-Jugendgarantie soll von 24 auf 29 Jahre angehoben werden, um mehr jungen Leuten eine Chance auf Förderung zu geben. Dies teilte deutsche Bundesminister Hubertus Heil nach einer Online-Konferenz der EU-Arbeits- und Sozialminister mit.

Die Garantie sieht vor, dass junge Leute in Europa spätestens nach vier Monaten Arbeitslosigkeit ein „hochwertiges Angebot“ bekommen - sei es ein Job, eine Lehrstelle oder eine Fortbildung. Ziel sei, Jugendliche wenn nötig zu qualifizieren und dann so schnell wie möglich in Beschäftigung zu bringen, sagte EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit.

Aufgerüttelt durch die Corona-Risiken etwa für Leiharbeiter in Fleischfabriken vereinbarten die Minister nach Heils Worten auch, enger beim Schutz der Rechte von Wander- und Saisonarbeitern zusammenzuarbeiten. Es sei an der Zeit, mit den schlechten Arbeitsbedingungen grundlegend aufzuräumen.

Einstimmig hätten sich die Minister auch auf einen europäischen Rahmen für ein Mindestsicherungssystem geeinigt, fügte Heil hinzu. Niemand dürfe ins Bodenlose fallen, vielmehr müsse der Sozialstaat überall ein angemessenes Mindestniveau garantieren und für Wege aus der Armut sorgen.

Sarah Cames