Wegen stark steigender Coronavirus-Neuinfektionen wird es in den belgischen Provinzen Wallonisch-Brabant und Luxemburg eine nächtliche Ausgangssperre geben. Ab Mittwoch müssen die Bewohner dieser Regionen zwischen 1 und 6 Uhr nachts zu Hause bleiben, wie der belgische Rundfunk berichtete. Die Maßnahme soll für 15 Tage gelten. Die Ausgangssperre darf nur für Arztbesuche, Fahrten zur Arbeit oder für die Betreuung von Familienmitgliedern unterbrochen werden. Zur Provinz Luxemburg gehören unter anderem die Grenzstädte Arlon, Bastogne und Aubange.
Die Corona-Zahlen in Belgien waren zuletzt stetig gestiegen. In den vergangenen 14 Tagen haben sich im Nachbarland 403 Menschen je 100.000 Einwohner mit Sars-CoV-2 infiziert. Nach Tschechien (493) ist dies aktuell der zweithöchste Wert auf dem Kontinent. Luxemburg kommt in dieser Statistik der EU-Gesundheitsbehörde ECDC auf 163 Covid-19-Fälle pro 100.000 Einwohner.