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G20-Gipfel im November soll virtuell stattfinden

04:31
28.09.2020
Trotz Corona-Krise soll der G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte wie geplant am 21. und 22. November stattfinden - allerdings nur virtuell und nicht wie geplant in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Das teilte das Königreich, das dieses Jahr die Präsidentschaft der G20 innehat, am Montag mit. Man werde auf dem Erfolg des virtuellen Sonder-G20-Gipfels Ende März sowie auf den Ergebnissen von mehr als 100 virtuellen Arbeitsgruppen und Ministertreffen aufbauen, hieß es weiter. Der Gipfel werde sich unter dem Motto „Realisieren von Chancen des 21. Jahrhunderts für alle“ darauf konzentrieren, Leben zu schützen und das Wachstum wieder anzukurbeln.

Die Staatengruppe vereint zwei Drittel der Weltbevölkerung, 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 75 Prozent des Welthandels. Ihr gehören unter anderen die Europäische Union, die USA, China und Russland an.

Saudi-Arabien erklärte, die G20 führe den Kampf gegen die Pandemie an und ergreife rasche und beispiellose Maßnahmen, um Leben, Lebensgrundlagen und die Schwächsten zu schützen. Mit seinem einjährigen Vorsitz in der G20-Gruppe wollte Saudi-Arabien unter anderem auf die Themen Frauen und Klimaschutz setzen. In Riad sollte das erste reguläre Gipfeltreffen der G20-Gruppe in der arabischen Welt stattfinden.

Zu dem Videogipfel im März hatte der saudische König Salman eingeladen. Die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte hatten sich darauf verständigt, bei der Bekämpfung der Corona-Krise an einem Strang zu ziehen.

dpa

Neue Proteste gegen „diskriminierende“ Corona-Absperrungen in Madrid

17:53
27.09.2020
Im spanischen und europäischen Corona-Hotspot Madrid haben am Sonntag erneut Tausende gegen die Absperrungen von vorwiegend einkommenschwachen Gebieten zur Eindämmung der Pandemie protestiert. Die Demonstranten kritisierten die Maßnahmen der konservativen Regionalregierung als diskriminierend und ausgrenzend und forderten in erster Linie mehr Geld für den Gesundheitssektor sowie eine Verbesserung der Nachverfolgung von Infektionsketten. 

Die Kundgebungsteilnehmer forderten auch den Rücktritt von Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso. Sie hatte den Rat der linken Zentralregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez missachtet, möglichst ganz Madrid abzuriegeln. Stattdessen ordnete sie nur die Ausweitung bestehender Beschränkungen der Bewegungsfreiheit von 37 auf 45 Gebiete ab Montag an.

Nach spanischen Medienberichten erwägt die Zentralregierung derweil, die Hauptstadt auch gegen den Willen der Regionalregierung weitgehend abzuriegeln. Eine amtliche Bestätigung dieser Pläne gab es vorerst zwar nicht.

Inmitten der sozialen und politischen Unruhe gab es für die rund 6,6 Millionen Einwohner der Region Madrid einen kleinen Hoffnungsschimmer: Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, die in der „Comunidad Autónoma“, der Autonomen Gemeinschaft, tagelang bei deutlich über 300 lag, fiel zuletzt nach jüngsten amtlichen Angaben auf 267. Für ganz Spanien lag diese Zahl bei 121. 

dpa