Auch wenn das Ziel, die "Rückkehr in die Normalität" ist, so gilt nach wie vor Vorsicht, so Erziehungsminister Claude Meisch am Mittwochmorgen auf RTL. Man habe in den vergangenen Monaten enorm viel gelernt und nach wie vor sei das familiäre Umfeld - mehr als die Schule - der Ort, wo sich die meisten jungen Leute infizierten, so der Minister.
Man habe auch am ersten Schultag erste Infektionsfälle entdeckt und entsprechend reagiert, so der Minister. Gesundheitlich gefährdete Kinder sollen Unterricht im heimischen Umfeld, es könne nicht sein, dass Kinder aus welchen Gründen auch immer vom Unterricht ausgeschlossen werden. Man halte sich an ärztliche Gutachten und versuche dementsprechend den Unterricht zu organisieren. Der Minister verweist aber auch auf die Wichtigkeit von sozialen Kontakten im schulischen Umfeld.
In Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium will man auch beispielsweise den "Congé pour raisons familiales" anpassen, damit Eltern von in Quarantäne gesetzten Kindern sich beispielsweise am Nachmittag frei nehmen können.
Auch wenn alle Schüler im Secondaire zu einem Test eingeladen wurden, so muss nicht zwingenderweise ein negatives Testzeugnis bei Schulantritt vorgelegt werden.
Studenten der Uni wurden nicht systematisch alle zum Testen eingeladen, sie werden - wie Erwachsene - im Rahmen des Large Scale Testing - eingeladen. Dennoch habe die Universität ein augeklügeltes Schutzsystem aufgestellt, so Meisch.