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Rheinland-Pfalz: Corona-Fälle in zwei weiteren Asyleinrichtungen

10:36
11.09.2020
Nach dem Corona-Ausbruch in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (AfA) in Hermeskeil vor gut zwei Wochen gibt es jetzt auch erste Infektionen in zwei weiteren AfAs des Landes Rheinland-Pfalz. In der Einrichtung in Trier seien drei Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden, in der AfA in Speyer sei es eine Person, teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) am Freitag in Trier mit. Bei allen vier Betroffenen handele es sich um Neuankömmlinge, die standardmäßig separat untergebracht und auf Corona getestet worden waren.

Unterdessen endete in der Aufnahmeeinrichtung in Hermeskeil am Freitag um 0.00 Uhr für rund 500 Bewohner eine zweiwöchige Quarantäne wegen Corona. Das generelle Ausgehverbot sei wieder aufgehoben, teilte die ADD mit. Nur 21 Personen blieben weiter vorläufig in Quarantäne: Dabei handele sich um acht akute Fälle plus deren enge Kontaktpersonen, sagte eine Sprecherin der Behörde.

Am Donnerstag habe es noch eine medizinische Abschlussuntersuchung bei allen dortigen Bewohnern gegeben. Seit dem Corona-Ausbruch in der Einrichtung im Kreis Trier-Saarburg am 25. August wurden bislang 65 bestätigte Infektionen gezählt. Die AfA war nach ersten Corona-Fällen komplett unter Quarantäne gestellt worden.

In Hermeskeil hatte es sich um die ersten Corona-Fälle in einer der insgesamt vier Asylbewerber-Aufnahmeeinrichtungen des Landes Rheinland-Pfalz gehandelt. Die neu infizierten Personen in den Einrichtungen in Trier und in Speyer zeigten keine Symptome, sagte eine Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Weitere Testungen liefen. In Speyer kamen demnach elf Kontaktpersonen in Quarantäne. In Speyer sind rund 700 Menschen untergebracht, in Trier sind es um die 350. Die ADD ist landesweit für die Erstaufnahme schutzsuchender Menschen zuständig.

Jörg Tschürtz

Österreich verschärft Maskenpflicht

10:02
11.09.2020
Nach einem starken Anstieg der Corona-Ansteckungszahlen verschärft Österreich die landesweiten Maßnahmen wieder. Von Montag an muss ausnahmslos in allen Geschäften ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wie die Regierung am Freitag in Wien mitteilte. Das gilt auch für Beschäftigte in Lokalen. Außerdem dürfen Speisen und Getränke in Innenbereichen nur noch an Sitzplätzen serviert werden.

Bei Veranstaltungen sind draußen nur noch 3.000 Besucher statt derzeit bis zu 10.000 erlaubt. In Innenräumen sind nur noch 1.500 statt 5.000, ohne zugewiesene Plätze nur 50 Gäste zugelassen. Kinder müssen in der Schule außerhalb ihrer Klassenzimmer Maske tragen.

„Ich weiß, dass viele es noch nicht glauben, aber es wird wieder ernst. Die Zahlen sind in den letzten Wochen stetig angestiegen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag. „Wir haben in anderen Ländern erlebt, wie schnell es gehen kann.“ Kurz kündigte an, die Maßnahmen bei Bedarf nachzuschärfen.

Am Freitag wurden in Österreich 580 neue Fälle gemeldet, am Vortag waren es 664. Vor zwei Wochen hatte die Zahl täglicher Neuinfektionen noch etwa halb so hoch gelegen. Fast 5.000 Menschen gelten als erkrankt, mehr als die Hälfte davon in Wien. Die vergangene Woche eingeführte Corona-Ampel bewertet die meisten Regionen abseits der Ballungsräume mit der niedrigsten Stufe Grün. Kriterien sind auch die Auslastung von Krankenhäusern und die Zahl der Tests.

Jörg Tschürtz