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Corona-Zahlen in Israel auf Rekordhöhe

14:25
10.09.2020
Israel bekommt die Corona-Pandemie nicht unter Kontrolle: Die Zahl der Neuinfektionen ist erneut sprunghaft angestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, am Vortag seien 3951 neue Fälle registriert worden. Den dritten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Dienstag hatte es 3554 neue Fälle gegeben.

Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als zuvor, am Mittwoch waren es 44.969. Durchschnittlich jeder elfte Test in Israel ist positiv.

Angesichts der immer weiter in die Höhe schnellenden Zahlen versammelte sich am Donnerstag das israelische Corona-Kabinett, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Im Raum stehen härtere Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus bis hin zu einem Lockdown über die jüdischen Feiertage. Diese beginnen in gut einer Woche mit dem Neujahrsfest Rosch Haschana.

Die Pandemie war in Israel zunächst glimpflich verlaufen, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe.

Der Erreger Sars-CoV-2 ist seit Beginn der Pandemie bei 143 049 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 1055 Menschen sind nach einer Corona-Infektion gestorben. Das Land hat rund neun Millionen Einwohner. 961 Corona-Patienten werden gegenwärtig im Krankenhaus behandelt, etwa die Hälfte von ihnen sind Schwerkranke.

dpa

München untersagt Corona-Demo mit 5.000 Teilnehmern

11:02
10.09.2020
Die Stadt München hat eine für Samstag angekündigte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit 5.000 angemeldeten Teilnehmern untersagt.

Stattdessen dürfe sie unter strikten Auflagen auf einem deutlich größeren Platz in der Innenstadt stattfinden – allerdings aus Infektionsschutzgründen nur mit 1.000 Teilnehmern, wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) am Donnerstag mitteilte. Ein geplanter Demonstrationszug durch die Stadt wurde ebenfalls untersagt.

Es müsse ein Mindestabstand eingehalten werden, hieß es in der Mitteilung des KVR. Außerdem müssen alle Teilnehmer - bis auf die jeweiligen Redner - eine Maske tragen. Schon die Zuwege sollen von der Polizei kontrolliert werden. Nach Angaben eines Sprechers des Münchner Verwaltungsgerichtes wurden Eilanträge gegen die Auflagen angekündigt, die zunächst aber noch nicht bei Gericht eingegangen waren.

Jörg Tschürtz