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Trierer Karneval sagt Sessionsstart und Gala ab

07:39
09.09.2020
Eine große närrische Veranstaltung zum Start der Karnevalssession am 11.11. wird es in Trier wegen der Corona-Pandemie nicht geben. Auch die Eröffnungs-Gala im Januar 2021 sei abgesagt, sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK), Andreas Peters, am Mittwoch in Trier. Das hätten Vertreter der angeschlossenen 17 Vereine am Dienstagabend „schweren Herzens“ beschlossen. Es sei nicht möglich, diese Veranstaltungen unter den aktuellen Corona-Vorgaben zu Abstand und Hygiene anzubieten.

Ziel der öffentlichen Veranstaltungen sei, die Bevölkerung mit einzubeziehen. Auch für die Feiern an Weiberfastnacht und Rosenmontag sehe es nach aktuellem Stand „schlecht aus“. Natürlich hoffe man, dass sich bis dann die Pandemie vielleicht entspanne. Für diesen Fall sei man in der Lage, auch kurzfristig Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, sagte Peters.

„Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir für die Gesundheit der Leute haben, die Karneval feiern wollen.“ Wichtig sei ihm zu betonen, dass der Karneval nicht abgesagt werde. „Den kann man nicht absagen. Genauso wenig wie Weihnachten, Ostern oder den Sommer.“ Es gehe hier um öffentliche Großveranstaltungen im Trierer Karneval. Vereine würden weiter intern kleine Veranstaltungen planen. Laut ATK gibt es in Trierer Karnevalsvereinen rund 4.500 Mitglieder.

Jörg Tschürtz

Industriefirmen wollen nach Corona-Krise seltener auf Messen

07:11
09.09.2020
Fachmessen könnten langfristig zu den Verlierern der Corona-Pandemie gehören. 39 Prozent der deutschen Industriefirmen, die bisher auf Messen ausstellten, gaben bei einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts an, dass sie nach der Krise ihr Engagement verringern wollen. Eine Ausweitung planen der Umfrage zufolge nur zwei Prozent, 59 Prozent wollen ihr Engagement beibehalten, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Bei größeren Firmen ist der Anteil derer, die ihr Messeengagement zurückfahren wollen, sogar noch etwas größer.

Ein Grund für die Umbesinnung könnte sein, dass sich fehlende Messeteilnahmen bei vielen Unternehmen offenbar nicht negativ auswirken. 48 Prozent sagten, dadurch keine wirtschaftlichen Einbußen zu haben. 46 Prozent berichteten von geringen Einbußen, sechs von einem hohen Umfang.

An Bedeutung gewinnen könnten digitale Messeformate. 65 Prozent der Firmen wollen sie in Zukunft stärker nutzen. Auch hier ist der Anteil bei größeren Firmen höher. „Die Messegesellschaften sind schon dabei, digitale Instrumente in die Messen einzubauen oder führen digitale und hybride Veranstaltungen durch“, sagte Ifo-Messeexperte Horst Penzkofer. „Messen bleiben weiter wichtig für die Unternehmen, aber sie werden sich verändern müssen.“

Jörg Tschürtz

Foto: LW-Archiv Nicolas Henckes ist Direktor des Handelsverbands clc.