Aufatmen bei der 107. Tour de France: Bei den Corona-Tests am ersten Ruhetag hat es keinen Positivfall im Fahrerfeld gegeben. Das geht aus einem Communiqué des Veranstalters ASO vor der zehnten Etappe am Dienstag hervor, wie die französische Tageszeitung „L'Equipe“ berichtet.
Zuvor hatte es kurzfristig Aufregung beim belgischen Radrennstall Deceuninck-Quick Step um eine verdächtige Probe eines Mitarbeiters gegeben. Dieser wurde am Dienstagmorgen mit dem Krankenwagen abgeholt. Der Nachtest erwies sich allerdings als negativ. „Wir werden das Rennen ganz normal fortsetzen“, teilte die Mannschaft um den französischen Superstar Julian Alaphilippe mit.
Allerdings gab es nicht nur gute Meldungen: Der oberste Chef der Tour de France, Christian Prudhomme, gab seinerseits einen positiven Test ab. Er muss sich eine Woche lang vom Rennen fernhalten.
(Mehr dazu unter Corona-Tests: Aufregung bei Jungels-Team)
Rund um den ersten Ruhetag wurden bei allen 22 Mannschaften insgesamt über 600 Kontrollen auf das Virus durchgeführt. Laut Reglement führen schon zwei Positivfälle in einem Team innerhalb von sieben Tagen zum Ausschluss des ganzen Rennstalls. Zu einem Team gehören dabei nicht nur die acht Fahrer, sondern auch das direkte Umfeld wie Betreuer, Physiotherapeuten oder Sportdirektoren.
Die Teams absolvierten die Rundfahrt bislang in einer sogenannten Blase. Es galten strikte Regeln wie das Tragen von Masken beim Einschreiben, im Bus, im Hotel und bei der Siegerehrung. Dazu wurden die Athleten jeden Tag medizinisch überwacht und auf Symptome untersucht. Nur im Rennen gab es keine Einschränkungen.