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Italien verlängert Maßnahmen: Proteste in Rom

10:27
06.09.2020
 Die italienische Regierung verlängert laut Medienberichten die zentralen Coronaschutz-Maßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsregeln. Viele bisherige Vorschriften galten offiziell nur bis Montag. Wie die Zeitung „Corriere della Sera“ am Sonntag schrieb, verlängert Ministerpräsident Giuseppe Conte die Vorschriften zur Bekämpfung der Virus-Pandemie in einem neuen Dekret bis 30. September.

Demnach gilt in Italien in öffentlichen Gebäuden und Transportmitteln die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Busse dürfen künftig bis zu 80 Prozent besetzt sein. Menschen sollen überall einen Abstand von mindestens einem Meter halten. Größere Ansammlungen sind weiter verboten.

Außerdem werde das Verbot von Tanzveranstaltungen und Konzerten aufrecht erhalten. Auf Plätzen und an anderen Orten, wo sich abends oft viele Italiener draußen treffen, muss von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr ebenfalls ein Atemschutz getragen werden. Fußballspiele mit Fans bleiben verboten. Es wurde erwartet, dass das Dekret in Kürze publiziert wird.

In Rom hatten am Samstag rund 2000 Menschen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen der Mitte-Links-Regierung protestiert. Sie sprachen von einer „Gesundheitsdiktatur“.

dpa

40 Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz

08:39
06.09.2020
 Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz ist am Sonntag um 40 auf 9355 gestiegen. Aktuell sind 933 Menschen im Bundesland nachweislich infiziert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte (Stand 10.15 Uhr) - das sind 11 weniger als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle liegt unverändert bei 243.

Die meisten Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen gab es im Landkreis Ahrweiler. Hier wurden pro 100.000 Einwohner 23 Fälle gemeldet. Im Landkreis Trier-Saarburg sank die sogenannte 7-Tage-Inzidenz hingegen deutlich. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Landkreis bei 8, am Samstag waren es noch 26. Ursache für die hohe Zahl war ein lokaler Ausbruch in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Hermeskeil.

dpa

Israel: Mehr als 1.000 Tote

08:38
06.09.2020
Die Zahl der Todesfälle in Israel im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat die Marke von 1000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, sind 1007 Menschen gestorben. Am Samstag seien 1482 neue Infektionsfälle registriert worden. Die Zahl der Tests war allerdings an dem Ruhetag mit rund 15.000 etwa halb so groß wie an normalen Wochentagen. Am Mittwoch war mit 3168 Fällen ein neuer Rekordwert verzeichnet worden. Der Anteil der positiven Tests steigt immer weiter. Er lag am Sonntag bei zehn Prozent.

Angesichts der steigenden Fallzahlen will die israelische Regierung mit Lockdown-Maßnahmen in besonders betroffenen Orten die weitere Ausbreitung des Virus eindämmen. Das sogenannte Coronavirus-Kabinett entschied am Donnerstag, dass die schärferen Regeln von Montag an in 30 Orten mit hohen Infektionszahlen gelten sollten.

In vielen der als „rot“ eingestuften Orte mit hohen Fallzahlen leben vornehmlich ultraorthodoxe Juden oder arabische Israelis. Am Samstag hatte der Corona-Beauftragte Ronni Gamzu bei einem Besuch in einer Ortschaft im Norden Israels vor Hunderten Corona-Toten im arabischen Sektor gewarnt, sollten keine strengen Maßnahmen ergriffen werden.

Die Pandemie war in Israel auch wegen eines strikten Kurses der Regierung zunächst glimpflich verlaufen. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe.

dpa