Viele hundert Menschen haben am Samstag in Rom gegen die Corona-Politik der italienischen Regierung demonstriert. Bei dem Protest auf einem Platz in der Innenstadt sprachen unter anderem Impfgegner, ein ultrarechter Politiker der Partei Forza Nuova und Elternvertreter. Sie kritisierten eine angebliche „Gesundheits-Diktatur“. Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht etwa in Schulen nannten sie „kriminell“. Die Kinder müssten davor und vor Impfungen bewahrt werden. Die Polizei sprach vor Ort von geschätzt rund 2000 Menschen, darunter waren auch Schaulustige.
Die Demonstranten knüpften auf Plakaten und in Reden ausdrücklich an die Proteste vor einer Woche in Berlin an. „Italien ist mit Berlin“, stand auf einem Transparent. Auf einem Banner war zu lesen: „Noi siamo il popolo“ (Wir sind das Volk), außerdem dass man gegen „big pharma“ sei, also gegen Pharma-Riesen.
Kurz vor der Demonstration hatte Italiens Regierungschef Giuseppe Conte die Gegner von Anti-Corona-Maßnahmen zur Faktentreue aufgefordert: „Wir wollen mit einer laufenden Pandemie fertig werden. Heute gibt es in Rom eine Demonstration von Menschen, die glauben, dass sie nicht existiert. Ihnen antworten wir mit Zahlen“, sagte Conte laut der Nachrichtenagentur Ansa auf einer Podiumsdiskussion in Rom.
dpa