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Kinder vier Monate eingesperrt – Eltern hatten Angst vor Corona

09:43
03.09.2020
Im schwedischen Jonköping haben Eltern ihre drei Kinder vier Monate lang nicht aus dem Haus gelassen, weil sie fürchteten, sie könnten sich mit dem Corona-Virus anstecken. Ein Verwaltungsgericht hat nun entschieden, dass es richtig war, die Kinder von den Behörden betreuen zu lassen. Das berichtete der Radiosender P4 Jonköping.

Dem Urteil zufolge hatten die Eltern die Haustür mit Brettern vernagelt. Die Kinder durften auch zueinander keinen Kontakt haben und mussten in ihren Zimmern bleiben. Im Juli griffen die Sozialbehörden ein und brachten die drei woanders unter.

Der Anwalt der Kinder, Mikael Svegfors, sagte dem Sender, die Eltern hätten nicht die schwedischen Nachrichten, sondern die ihres Heimatlandes verfolgt, in dem strengere Ausgangsbeschränkungen verhängt wurden.

Die Eltern bestritten vor Gericht, die Kinder eingesperrt zu haben und kündigten an, das Urteil anzufechten.

dpa

Probeliegen im Sarg: Bizarre Corona-Strafe in Indonesien

09:38
03.09.2020
Bizarre Corona-Strafe in Indonesien: In der Hauptstadt Jakarta werden Maskenverweigerer neuerdings zum Probeliegen in einem Sarg gebeten. Bürger, die man ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt hat, können Berichten zufolge wählen, ob sie gemeinnützige Arbeit verrichten, eine Geldstrafe zahlen oder sich eine Minute in einen Sarg legen wollen. Den Behörden in Jakarta zufolge sollen Maskenverweigerer dadurch auf die möglicherweise tödlichen Konsequenzen ihres Handelns hingewiesen werden.

Indonesien war bereits in den vergangenen Monaten durch kuriose Bestrafungen in die Schlagzeilen gekommen: So müssen ohne Maske ertappte Bürger unter anderem auch an Ort und Stelle Liegestütze machen.

Der Inselstaat mit 265 Millionen Einwohnern ist eines der am heftigsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Südostasien. Bislang wurden rund 180.000 Fälle bestätigt, mehr als 7700 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Nur die Philippinen haben in der Region höhere Infektionszahlen.

dpa

Trier: Demo als Reaktion auf Corona-Proteste in Berlin

09:24
03.09.2020
Unter dem Motto "Demokratie schützen: Wir für die Berliner Republik!" soll am Freitagabend um 20 Uhr unter Einhaltung der Masken- und Abstandsregeln eine Demo vor der Porta Nigra in Trier stattfinden.

Verschiedene Organisationen und Parteien wollen sich an der Lichterkette beteiligen. Nur die im Stadtrat vertretene AfD will sich enthalten. Die Organisatoren wollen mit ihrer Aktion einen Gegenpunkt zu den Corona-Demos am vergangenen Wochenende in Berlin setzten.

 "Wir stehen zu unserer Berliner Republik, zu unserer parlamentarischen Verfassung und unseren Grundrechten. Wir wollen die Straße nicht Rechtsextremen, Verschwörungstheoretikern und Anti-Demokratinnen und -Demokraten überlassen, die sich unter dem Deckmantel der Corona-Kritik gegen unser Gemeinwesen richten." Der rechtswidrige Angriff auf den Bundestag am vergangenen Wochenende habe gezeigt, dass "Verfassungsfeinde unter dem Vorwand der Corona-Kritik" die Demokratie attackieren, so die Organisatoren.

Sarah Cames