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EU-Gesundheitskommissarin warnt vor Nachlässigkeit

04:46
01.09.2020
Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat davor gewarnt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie unvorsichtig zu werden. „Der Mangel an Sorgfaltspflicht ist ein Grund, warum Covid-19-Infektionen in einigen Teilen Europas wieder ansteigen“, sagte Kyriakides der „Welt“ (Dienstag). „Das Risiko einer weiteren Eskalation ist sehr real.“ Sie verstehe durchaus, dass viele Menschen genug von den Einschränkungen, Vorsichtsmaßnahmen und ständigen Sorgen hätten. „Aber diesen Kampf können wir nur gemeinsam gewinnen. Es gibt keinen Spielraum für Nachlässigkeiten - niemand sollte unachtsam sein“, sagte die Politikerin aus Zypern.

Die EU-Mitgliedsstaaten forderte sie auf, ausreichend Test- und Krankenhauskapazitäten sowie die nötige Kontaktnachverfolgung sicherzustellen, solange es keinen Corona-Impfstoff gebe. Zudem sollten striktere Verhaltensregeln erwogen werden, sobald die Fallzahlen wieder ansteigen.

dpa

Zwei Corona-Verdachtsfälle bei PSG

17:49
31.08.2020
Der französische Fußball-Meister Paris Saint-Germain hat zwei Corona-Verdachtsfälle gemeldet. Zwei Spieler stünden unter Verdacht, sich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt zu haben, teilte der Club des deutschen Trainers Thomas Tuchel am Montag auf Twitter mit. Der Gesundheitszustand der zwei nicht näher genannten Spieler sei beruhigend. Die Betroffenen unterlägen bereits dem entsprechenden Gesundheitsprotokoll.

PSG hatte am Sonntag vor einer Woche das Champions-League-Finale gegen FC Bayern München 0:1 verloren. Der Verein soll am 10. September sein erstes Saisonspiel in der Ligue 1 gegen RC Lens spielen. Innerhalb der französischen Top-Liga waren bereits mehrere Corona-Fälle bei Vereinen bestätigt worden.

Das Virus hatte auch Auswirkung auf den Saisonbeginn vor rund zehn Tagen. Eigentlich hätten in Olympique Marseille und AS Saint-Etienne zwei Größen des französischen Fußballs das Eröffnungsspiel der Saison 20/21 bestreiten sollen. Wegen bestätigter Corona-Fälle im Team vom Olympique musste das Spiel verlegt werden.

Jörg Tschürtz

WHO äußert sich zu Anti-Corona-Demonstrationen

17:48
31.08.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Regierungen aufgerufen, auf Demonstrationen gegen staatliche Corona-Maßnahmen mit Besonnenheit zu reagieren. Die Regierungen sollten nicht überreagieren, sagte der WHO-Experte Mike Ryan am Montag in Genf. „Die wirklich wichtige Sache ist, in einen Dialog einzutreten.“ Gerade jetzt komme es darauf an, nicht noch mehr Spaltung in der Gesellschaft zu befördern.

Überzeugungsarbeit zur Notwendigkeit von Maßnahmen könne manchmal scheitern. „Aber es ist wirklich wichtig, dass man nicht seinen Willen aufzwingt“, sagte Ryan. Es gebe ein Recht darauf, nicht zuzustimmen. Ausnahmesituation wie die Corona-Krise erzeugten immer starke Gefühle und Reaktionen. Natürlich sei es auch ein Gebot, dass die Proteste in einer sicheren Art und Weise abliefen, die das Risiko einer Übertragung nicht erhöhe, sagte Ryan weiter. Auch das könne durch Zuhören und Dialog erreicht werden.

In Berlin hatten am Samstag Zehntausende gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. Eine Gruppe von Demonstranten überwand dabei die Absperrgitter am Reichstagsgebäude und stürmte anschließend die Treppen hoch. Die Geschehnisse sorgten auch am Montag im politischen Berlin weiter für Empörung.

Jörg Tschürtz