Letztes Update:
20201117163103

Mehr als sechs Millionen Corona-Infektionen in den USA

17:06
31.08.2020
Die Zahl der in den USA seit Beginn der Pandemie registrierten Infektionen mit dem Corona-Virus hat die Marke von sechs Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Montag hervor. Damit verzeichneten die USA die höchste Zahl an Infektionen, gefolgt von Brasilien mit knapp 3,9 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Indien, wo bisher gut 3,6 Millionen Ansteckungen registriert wurden.

Auch bei der absoluten Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stehen die USA demnach an erster Stelle mit gut 183.000 - in einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Bei den Toten pro 100.000 Einwohner liegen nach den Daten der Johns-Hopkins-Universität allerdings Peru (89,4), Chile (60) und Brasilien (57,7) vor den USA (56). Insgesamt starben den Angaben zufolge seit Beginn der Pandemie bisher mehr als 847.000 Menschen weltweit nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer höheren Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus.

Jörg Tschürtz

Flickenteppich bei Reisebeschränkungen in der EU

17:03
31.08.2020
Angesichts der wieder zunehmenden Zahl von nationalen Alleingängen bei Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen wirbt die EU-Kommission für eine stärkere Koordinierung innerhalb des Unionsgebiets. Man habe vorgeschlagen, für die Beurteilung der Corona-Risikolage gemeinsame Kriterien zu entwickeln, sagte ein Sprecher am Montag in Brüssel. Zudem könnten das Farbensystem für Risikogebiete und die Regeln für Reisen in Risikogebiete vereinheitlicht werden.

„Einschränkungen der Freizügigkeit innerhalb der EU sollte es nur dann geben, wenn es zur Eindämmung von Gesundheitsrisiken unbedingt notwendig ist (...)“, sagte der Sprecher. Zudem sollte das Vorgehen koordiniert, verhältnismäßig und nicht diskriminierend sein.

Über die Vorschläge sei bereits am vergangenen Freitag zum ersten Mal mit Experten der Mitgliedstaaten diskutiert worden. Weitere Gespräche sollten folgen.

In einem Brief an die Mitgliedstaaten und an Großbritannien hatte die Kommission bereits Anfang August darauf hingewiesen, dass es wichtig sei, eine zweite Welle von unkoordinierten Maßnahmen an den Binnengrenzen der EU zu vermeiden.

Demnach sollten beispielsweise nicht allein aufgrund steigender Fallzahlen neue Beschränkungen eingeführt werden. Relevant seien unter anderem auch die Testzahlen. Intensives Testen werde dazu führen, dass mehr Fälle erkannt würden, heißt es in dem Brief.

Zudem rief die Kommission dazu auf, mit Nachbarstaaten nicht wohlwollender umzugehen als mit anderen EU-Staaten. Auch eine vorherige Konsultation mit betroffenen Staaten sei unerlässlich.

Kurz zuvor hatten Länder wie Finnland und Dänemark wegen steigender Corona-Zahlen neue Reisebeschränkungen für andere europäische Länder eingeführt. In den vergangenen Wochen folgten andere Länder mit ähnlichen Maßnahmen. So kündigte jüngst Ungarn an, seine Grenzen für ausländische Touristen vom 1. September an zu schließen.

Jörg Tschürtz