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Anwohner Strombolis wehren sich wegen Corona gegen zu viele Touristen

14:43
27.08.2020
Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, fordern Anwohner der kleinen italienischen Urlaubsinsel Stromboli eine Begrenzung des Tourismus. „Wir wollen Touristen nicht verjagen. Aber wir wollen, dass ihre Zahl reguliert wird“, sagte am Donnerstag Egle Iannelli der Deutschen Presse-Agentur - die Mitorganisatorin eines jüngsten Protests im Fährhafen der Insel. Dort hatten sich am Dienstag rund 150 Anwohner und Langzeiturlauber versammelt und gegen eine „Invasion“ der Insel durch Tagestouristen demonstriert.

Der Stromboli bildet eine kleine Insel vor Sizilien und ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Auf der Insel wohnen nur wenige Hundert Menschen, doch zur Hochsaison im Sommer kommen zahlreiche Touristen. Aus Sizilien oder Kalabrien steuern pro Tag rund ein Dutzend Fähren mit je bis zu 400 Tagesurlaubern die Insel an, die sich meist mehrere Stunden auf Stromboli aufhalten.

Eine zu große Zahl an Urlaubern stelle angesichts einer gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen in Italien ein Gesundheitsrisiko auf der Insel dar, argumentierten die Demonstrierenden. So werde das Einhalten von Social Distancing-Maßnahmen durch sie erschwert. Das italienische Gesundheitsministerium hatte am Mittwoch 1400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden für das Land vermeldet, den höchsten Wert seit Anfang Mai.

dpa

Vertrag mit AstraZeneca sichert EU möglichen Corona-Impfstoffs

14:32
27.08.2020
Im Kampf gegen Corona hat sich die Europäische Union das Recht zum Kauf von bis zu 400 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca gesichert. Der Vertrag mit dem Unternehmen sei nun unterschrieben und damit in Kraft, erklärte die EU-Kommission am Donnerstag. Sie hatte den Deal bereits vor Wochen angekündigt.

Der noch nicht abschließend getestete Impfstoff könnte im Fall einer Zulassung für alle 27 EU-Staaten erworben und dann nach Einwohnerzahl und Bedarf verteilt werden. Auch Spenden an weniger wohlhabende Staaten seien denkbar. Kommissionschefin Ursula von der Leyen nannte den Vertrag mit AstraZeneca einen wichtigen Schritt hin zu dem Ziel, allen Europäern einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu sichern. Die Kommission verhandelt mit weiteren Herstellern über ähnliche Verträge, darunter Sanofi und GSK, Johnson&Johnson, Curevac und Moderna.

Über die Kosten sagt die Kommission nichts. Finanziert werden die Geschäfte über einen Krisen-Finanztopf, der mit 2,7 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt ausgestattet ist.

dpa