Wegen des Anstiegs der Corona-Zahlen
wächst in Italien die Sorge wegen der geplanten Wiedereröffnung der Schulen. Sie waren im März geschlossen worden. Der Unterricht im ganzen Land soll nach den Sommerferien am 14. September beginnen. Nachdem die Anzahl der Neuinfektionen
innerhalb eines Tages am Samstag auf 629 geklettert war, warnten Experten vor Risiken für den Schulbeginn. Gesundheitsminister Roberto Speranza versicherte im öffentlichen Fernsehsender TG1 jedoch: „Die Wiederöffnung der Schulen hat für die Regierung absolute Priorität.“
Die jüngsten Daten gäben Anlass zur Sorge, bestätigte der Politiker. Noch stehe Italien bei der Zahl der neuen Fälle besser da als etwa Spanien, Frankreich oder Deutschland, sagte er.
„Wir dürfen die in den vergangenen Monaten mit Entbehrungen von allen Italienern erreichten Erfolge auf keinen Fall in Gefahr bringen.“
Der Schulstart ist ein heikler Punkt für die Mitte-Links-Regierung in Rom. Denn viele
Eltern hatten in der Hochphase der Pandemie beklagt, dass die Politik die Probleme von Familien mit Kindern nicht genug beachtet habe.
dpa