Paul Wilmes (Uni.Lu) zeigt die Situation in Luxemburgs Schulen, die in dem Bericht untersucht wurde, anhand einer Grafik.
Vor allem während der ersten Welle, zum Beispiel während der Woche vom 23. März, waren Kinder und Jugendliche im Vergleich zum Rest der Gesellschaft nur sehr wenig betroffen. Rund 40 von 100.000 Minderjährigen wurden positiv getestet.
Bei der zweiten Welle sieht es in Luxemburg allerdings anders aus - hier liegen die Zahlen der positiv getesteten Kinder und Jugendlichen in etwa so hoch, wie im Rest der Gesellschaft. Etwa 100 von 100.000 Minderjährigen wurden in diesem Zeitraum positiv getestet. Hier fanden die Übertragungen jedoch vor allem zu Hause statt.
Die Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Welle liegen laut Bildungsminister Claude Meisch vor allem daran,
dass während der ersten Welle vor allem noch symptomatisch getestet wurde. Da Kinder und Jugendliche seltener Symptome zeigen, seien diese wohl nicht so systematisch erfasst worden, wie bei den Large Scale Tests während der zweiten Welle.
Lehrerinnen und Lehrer waren in etwa so stark betroffen, wie Arbeitnehmer in anderen Sparten auch. Grundschulkinder infizieren sich seltener als Schüler in der Sekundarschule.
Sarah Cames