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20201117163103

Höchste Corona-Neuinfektionsrate im Libanon

09:26
07.08.2020
Im Libanon sind an einem Tag 255 neue Corona-Infektionen und zwei Todesfälle verzeichnet worden. Das ist der höchste verzeichnete Anstieg binnen 24 Stunden, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA (Donnerstagabend) unter Berufung auf das nationale Katastrophenmanagement berichtete. Gesundheitsminister Hamad Hassan hatte zuvor vor einem möglichen drastischen Anstieg der Infektionszahlen in den kommenden zehn Tagen gewarnt.

Hintergrund ist die völlige Überlastung des Gesundheitswesens, das zusätzlich zur Corona-Krise nach der schweren Explosion im Beiruter Hafen die Versorgung von mehr als 5.000 Verletzten bewältigen muss. Hassan kündigte an, einen Teil der Krankenhäuser in ländlichen Gebieten für die Versorgung von Covid-19-Patienten bereitzustellen. Insgesamt haben sich laut Medienberichten seit Beginn der Pandemie knapp 5.700 Menschen infiziert, 70 Menschen starben.

KNA

Quarantäneverordnung ignoriert: Singapurer muss in Haft

09:07
07.08.2020
In Singapur ist ein Mann zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er trotz angeordneter Quarantäne wegen Covid-19-Symptomen seine Wohnung verlassen hatte. Der 47-Jährige hatte eine Klinik aufgesucht und über Husten und Schmerzen geklagt. Dort habe er eine so genannte „Stay-Home Notice“ (SHN) erhalten. Darin sei er aufgefordert worden, drei Tage lang unter keinen Umständen sein Haus zu verlassen.

Der Singapurer habe seine Wohnung hingegen vier Mal verlassen, um verschiedene Besorgungen zu erledigen. Damit habe er andere Menschen in dem südostasiatischen Stadtstaat einem Infektionsrisiko ausgesetzt, so der zuständige Richter. Der Angeklagte hat sich daraufhin schuldig bekannt.

Dabei hatte er noch Glück, denn gemäß der Gesetze in Singapur drohte eine wesentlich höhere Strafe: Für jedes seiner Vergehen habe der Mann bis zu sechs Monaten Haft und 10.000 Dollar (8400 Euro) Strafe riskiert, hieß es.

Sarah Cames

Bewerbung für EU-Solidaritätspreis ab jetzt möglich

09:00
07.08.2020
Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) will in diesem Jahr bis zu 29 Solidaritätsinitiativen auszeichnen, die sich in besonderem Maße im Kampf gegen das Corona-Virus eingebracht haben und zur Abfederung seiner Auswirkungen beigetragen haben. Der EWSA-Preis ist jeweils mit 10.000 Euro dotiert.

Der Preis für zivilgesellschaftliche Solidarität, der dieses Jahr einmalig unter dem Motto "Die Zivilgesellschaft im Einsatz gegen Covid-19" verliehen wird, ehrt "kreative und wirksame Initiativen von Einzelpersonen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Privatunternehmen", die mit ihren Aktionen "Mut, Engagement, Solidarität und ein unglaubliches Verantwortungsbewusstsein bewiesen haben."

Bewerbungen aus der EU und Großbritannien werden akzeptiert. Einsendeschluss ist der 30. September 2020.

Sarah Cames