Zu der seit Wochen steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen in verschiedenen Regionen Spaniens schreibt die spanische Zeitung „El Mundo“ am Freitag:
„Der seit Wochen registrierte Anstieg der Neuansteckungen zeigt, dass wir in Spanien immer noch nicht die Lehren aus dem Pandemieausbruch im März gezogen haben. Angesichts der zahlreichen Neuausbrüche kann man nicht behaupten, dass die nötigen Maßnahmen ergriffen wurden. Weder wurde das Gesundheitssystem gestärkt noch gibt es genug Personal zur Nachverfolgung der Infektionsketten. Zudem sind die Seniorenwohnheime weiterhin keine sicheren Unterkünfte, wie die dort wieder steigende Zahl von Infektionen beweist. Zum besorgnisrregenden Unvermögen der Behörden gesellt sich das unsoziale Verhalten einiger Bürger, die immer noch nicht verstanden haben, dass wir unsere Lebensgewohnheiten ändern müssen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Maskenpflicht alleine reicht nicht aus. Und die Tatsache, dass die neuen Infizierten - im Gegensatz zum Frühjahr - jetzt vorwiegend junge Leute sind, die keine Symptome aufweisen, darf nicht zu Leichtfertigkeit führen. Im ganzen Land droht das unmittelbare Risiko einer zweiten Welle.“