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20210422152719

Saarland muss wohl in den Lockdown zurückkehren

13:20
22.04.2021
Die Tage des Saarland-Modells unter gelber Ampelphase sind wohl gezählt. Wenn das am Donnerstag im Bundesrat passierte geänderte Infektionsschutzgesetz bald in Kraft tritt, greift die Bundes-Notbremse: Gezogen wird sie in Landkreisen oder Städten, in der die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei Tagen hintereinander über 100 liegt. Und das ist derzeit in drei von fünf Landkreisen im Saarland sowie im Regionalverband Saarbrücken der Fall.

Im Bundesrat äußerte sich Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Donnerstag erneut kritisch zur Änderung im Gesetz. Man müsse die Frage stellen: „Wollen wir immer wieder stereotyp mit Lockdown antworten, mit Kontaktverboten oder Ausgangsbeschränkungen?“, fragte er. „Wir brauchen etwas, was nicht auf Dauer ewig Handel, Gewerbe, Kultur und Menschen insgesamt diesem Hin und Her aussetzt.“

Nötig seien „moderne Instrumentarien“, die ähnlich wie das Modell der Pandemiebekämpfung im Saarland darauf setzten, „dass die Bürger mitmachen“ und sich testen ließen. „Es wäre ein herber Verlust, wenn solche Projekte künftig nicht mehr möglich wären. Auch deshalb sehe ich dieses Gesetz durchaus kritisch“, sagte Hans.

Im Saarland läuft seit 6. April ein Modellprojekt, das auf Öffnungen auf der Basis von Tests setzt. Wie genau sich die Bundes-Notbremse nun auf das eigentlich landesweite Modell auswirkt, ob es nun regionalisiert wird - das war zunächst noch unklar.

Jörg Tschürtz

Die Pressekonferenz ist beendet

13:05
22.04.2021

Sarah Cames

Minister Meisch: Es gibt noch viel zu tun

12:56
22.04.2021
"Wir müssen weiter versuchen, den Präsenzunterricht so lange wie möglich aufrechtzuerhalten", so Minister Meisch. Auch an den Deutschkenntnissen der Schüler müsse nachgebessert werden. Im Französischen müsse ebenfalls punktuell nachgebessert werden.

Durch zusätzliches Schulpersonal sollen Bildungslücken besser gefüllt werden können, so Meisch. In der Summer School, die auch vergangenen Sommer stattfand, soll auch dieses Jahr wieder Schulstoff wiederholt werden können.

Der ÉpStan-Bericht sei nur eine Momentaufnahme vom November 2020 - der kumulierte Effekt der Pandemie werde erst im kommenden Bericht besser einschätzbar.

Sarah Cames