Letztes Update:
20210415060526

Island lockert Corona-Beschränkungen

06:05
15.04.2021
Island lockert mit diesem Donnerstag die Corona-Bestimmungen. Die Menschen können nun wieder ins Fitnessstudio und in die von ihnen geliebten Schwimmbäder gehen. Allerdings dürfen nur halb so viele Besucher hineingelassen werden wie normal, die Studios und Bäder müssen zudem spätestens um 22.00 Uhr schließen. Dieselbe Schließzeit gilt nun auch für Kneipen, die ab Donnerstag ebenfalls wieder Kunden empfangen dürfen.

Trainingseinheiten und sportliche Wettkämpfe sind für Kinder und Erwachsene auch wieder erlaubt, allerdings ohne Zuschauer. Im Chor und bei andere künstlerischen Veranstaltungen dürfen jetzt bis zu 50 Teilnehmer auf der Bühne sowie 100 sitzende Menschen im Publikum dabei sein. Die Obergrenze für Teilnehmer an öffentliche Zusammenkünfte wird von zehn auf 20 angehoben.

Island mit seinen gerade einmal 360.000 Einwohnern hat seit langem die auf die Bevölkerung gerechnet niedrigsten Neuinfektionszahlen des gesamten Europäischen Wirtschaftsraums. Eine Reihe von Neuinfektionen hatte Ende März jedoch dazu geführt, dass die Regierung verschärfte Beschränkungen eingeführt hatte.

Jeff Wiltzius

Belgien lockert Corona-Regeln: Ein- und Ausreise bald wieder erlaubt

05:44
15.04.2021
Luxemburgs Nachbarland Belgien will einige Corona-Einschränkungen lockern. So sollen nicht zwingend notwendige Ein- und Ausreisen von Montag an wieder erlaubt sein, wie Ministerpräsident Alexander De Croo am Mittwoch nach stundenlangen Regierungsberatungen in Brüssel sagte. Eine Woche später dürfen demnach wieder Einzelhandel ohne Terminvergabe sowie Friseure öffnen, im Freien sind dann Treffen mit zehn statt vier Personen erlaubt. Restaurants und Kneipen dürfen ihre Außenbereiche am 8. Mai nach monatelanger Pause wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangssperre soll dann einem Versammlungsverbot weichen.

Die Infektionszahlen in Belgien sind hoch, aber rückläufig. In den vergangenen zwei Wochen wurden täglich im Schnitt 471 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner mit dem Corona-Virus registriert. Die Zahl der Corona-Toten stieg im gleichen Zeitraum um fast 50 Prozent auf täglich durchschnittlich knapp 40. Die Intensivstationen in dem 11,5-Millionen-Einwohner-Land stehen unter großen Druck. Deshalb habe man sich für ein vorsichtiges Vorgehen entschieden, sagte De Croo am Mittwoch. Bislang sind mehr als zwei Millionen Belgierinnen und Belgier mindestens einmal geimpft worden - fast jeder fünfte Einwohner.

Wegen steigender Infektionszahlen hatte Belgien Ende März eine vierwöchige Osterpause beschlossen, einige Lockerungen verschoben oder zurückgenommen. Nicht systemrelevante Geschäfte dürfen Kunden seitdem nur noch mit Termin empfangen, Kontaktberufe wie Friseure mussten wieder schließen. Schon seit Januar waren alle nicht notwendigen Ein- und Ausreisen verboten. Seit Monaten gelten im ganzen Land nächtliche Ausgangssperren.

Sarah Cames