Letztes Update:
20210415042501

London hält Zahlen über Impfstoffexporte zurück

04:05
15.04.2021
Unter Verweis auf die nationale Sicherheit verzögert die britische Regierung Angaben zu Impfstoffexporten. In einem Schreiben an die Deutsche Presse-Agentur betonte das Außenministerium in London in dieser Woche, die Informationen seien vorhanden. Zunächst müsse aber geprüft werden, ob es im öffentlichen Interesse liege, sie zu veröffentlichen. Eine Antwort könne daher frühestens im Mai erfolgen.

Die dpa hatte in einem sogenannten Freedom of Information Request um Auskunft gebeten, wie viele Impfstoffdosen aus Großbritannien bis zum 10. März exportiert wurden und in welche Länder sie gingen. Diese Anfragen müssen in der Regel innerhalb von 20 Werktagen beantwortet werden. Diese Frist, die in der vergangenen Woche abgelaufen war, wurde nun aber mit Verweis auf eine weitere Prüfung verlängert.

Die EU-Kommission teilte auf dpa-Anfrage am Donnerstag mit, sie habe ihre Partner dazu „eingeladen“, Daten zu Impfstoffexporten zu veröffentlichen. Aus Großbritannien seien jedoch bislang keine Exportdaten übermittelt worden. Aus EU-Staaten wurden den jüngsten Zahlen zufolge bisher 113,5 Millionen Impfdosen in 43 Länder exportiert.

Brüssel und London streiten seit Wochen über die Exporte von Impfstoffen. Die EU wirft Großbritannien vor, die Ausfuhr der Präparate zu verhindern, während umgekehrt Millionen Dosen Impfstoff geliefert werden.

Jeff Wiltzius

Zweite Corona-Welle trifft Argentinien: Regierung verhängt Lockdown

04:17
15.04.2021
Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie in Argentinien hat die Regierung in Buenos Aires für große Teile des südamerikanischen Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Im Großraum Buenos Aires gilt ab Freitag von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr eine Ausgangssperre, wie Präsident Alberto Fernández am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Ausgenommen sind lediglich Arbeiter in essenziellen Sektoren. Alle sozialen, sportlichen, kulturellen und religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden untersagt. Schulen und Kindergärten schließen bis Ende April. In der Metropolregion Buenos Aires leben etwa 14,8 Millionen Menschen - das entspricht rund 37 Prozent der argentinischen Gesamtbevölkerung.

Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen in Argentinien neue Höchstwerte erreicht. Am Dienstag wurden gut 27 000 neue Corona-Fälle registriert - so viel wie niemals zuvor seit Beginn der Pandemie vor etwa einem Jahr. Am Mittwoch meldeten das Gesundheitsministerium 368 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 - so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr. Insgesamt haben sich in dem südamerikanischen Land rund 2,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 58 500 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Jeff Wiltzius