Letztes Update:
20210414093019

Sorge in Thailand: Wieder Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen

08:48
14.04.2021
Thailand befürchtet einen größeren Corona-Ausbruch, nachdem die Behörden erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen verzeichnet haben. Innerhalb von 24 Stunden seien 1335 neue Fälle registriert worden, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, teilte die Regierung am Mittwoch mit.

Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha ordnete an, dass alle Beamten soweit wie möglich im Homeoffice arbeiten sollen. Dem Privatsektor wurde empfohlen, ebenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

In Dutzenden Provinzen wurden zudem Reisebeschränkungen verhängt. Die Regierung befürchtet, dass sich das Virus durch das traditionelle Neujahrsfest Songkran, das am Dienstag begonnen hatte und die ganze Woche dauert, weiter ausbreitet. Während des größten Volksfestes des Jahres kehren viele Thais in ihre Heimatstädte zurück und feiern das neue Jahr im Kreise ihrer Familien. Die ausgelassenen Wasserschlachten - ein Markenzeichen der Feierlichkeiten - wurden allerdings bereits im Vorfeld verboten.

Jeff Wiltzius

Premierminister Bettel auf TikTok?

08:46
14.04.2021
Ein Post, der am Montag auf der Kurzvideo-Plattform TikTok veröffentlicht wurde, macht in Luxemburg derzeit die Runde. Zu sehen ist, wie Premierminister Xavier Bettel sich dem Anschein nach in Selbstparodie übt, indem er einen seiner Auftritte bei einer Corona-Pressekonferenz zu synchronisieren scheint.

Es ist das erste Video des Nutzers "x.bettel", der es mit der Zeile "My first Tiktok attempt" ("Mein erster TikTok-Versuch") kommentiert. Das Video hat Stand Mittwochmorgen 11 Uhr rund 7000 Likes und etwa 1000 Kommentare erhalten, mehr als 2000 Nutzer teilten das Video. Ob es sich beim Nutzer "x.bettel" tatsächlich um den Premierminister handelt, ist allerdings nicht verifizierbar.

Sarah Cames

@x.bettel

My first Tiktok attempt 😂

♬ bleiwt doheem - HELDER FERREIRA

Experten: Impfstoff-Typ könnte Ursache für Nebenwirkungen sein

08:43
14.04.2021
Die seltenen schweren Nebenwirkungen nach der Impfung mit den Präparaten von Astrazeneca und Johnson & Johnson hängen deutschen Experten zufolge möglicherweise mit dem speziellen Typ dieser Impfstoffe zusammen. „Die Tatsache, dass beide Impfstoffe auf dem gleichen Prinzip beruhen und die gleichen Probleme verursachen, spricht meines Erachtens eher dafür, dass der Vektor selbst die Ursache ist“, sagte Johannes Oldenburg vom Universitätsklinikum Bonn der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings sei das zum gegenwärtigen Zeitpunkt spekulativ.

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hatte am Dienstag wegen Berichten über sogenannte Sinusvenenthrombosen nach der Impfung den Marktstart seines Präparats in Europa aufgeschoben. Zuvor hatten Behörden in den USA ein vorübergehendes Aussetzen der Impfungen empfohlen, nachdem im Land sechs Fälle der Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren.

Im März waren die Impfungen mit dem Produkt des Herstellers Astrazeneca vorübergehend ausgesetzt worden. Hintergrund war ebenfalls eine auffällige Häufung der speziellen Thrombosen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) nach Impfungen mit dem Präparat. Das Vakzin wird in Luxemburg entsprechend der Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) weiterhin an alle Impfkandidaten verabreicht. In Deutschland und anderen Ländern wurde die Nutzung hingegen auf Menschen über 60 Jahre eingeschränkt.

In beiden Präparaten wird ein an sich harmloses Adenovirus als sogenannter Vektor genutzt, um Erbinformationen des Corona-Virus in den Körper zu schleusen. Es sei theoretisch auch denkbar, dass das Spike-Protein des Virus, das in allen verfügbaren Impfstoffen dem Immunsystem zur Bildung von Abwehrstoffen präsentiert wird, die Nebenwirkungen verursacht, erklärte Oldenburg. 

Auch Clemens Wendtner vermutet, dass den Nebenwirkungen bei beiden Impfstoffen ein ähnlicher Mechanismus zugrunde liegt. „Wir haben im Fall von Johnson & Johnson die gleichen Nebenwirkungen, die auch bei Astrazeneca aufgetaucht sind“, sagt Wendtner, Chefarzt an der München Klinik Schwabing. „Da stellt sich die Frage, ob es hier einen Klasseneffekt gibt, also die Adenoviren, die als Vektoren genutzt werden, die Probleme auslösen.“

Teddy Jaans