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Italiens Premier bremst bei Forderungen nach Corona-Lockerungen

18:40
08.04.2021
Italiens Ministerpräsident Mario Draghi macht Lockerungen bei den Corona-Sperren von Fortschritten beim Impfen abhängig. Zugleich wies er am Donnerstag in Rom Forderungen zurück, ein konkretes Datum für Öffnungen zu nennen. Lockerungen seien die beste Form der Unterstützung der Wirtschaft, sagte er vor der Presse. Er wolle „Öffnungen, aber in Verbindung mit Sicherheit“.

In Italien mehren sich Forderungen nach Lockerungen etwa für Bars und Restaurants. Es gab diese Woche Proteste in vielen Städten, in Rom kam es zu Ausschreitungen.

„Natürlich verurteile ich die Gewalt, aber ich verstehe die Verzweiflung und Ablehnung derer, die protestieren“, sagte der frühere Chef der Europäischen Zentralbank (EZB). Dennoch sei es unerlässlich, dass die älteren Bevölkerungsgruppen mit hohem Corona-Sterberisiko durchgeimpft sein müssten, bevor neue Schritte möglich würden.

Bisher gelten strenge Corona-Einschränkungen bis zum 30. April. Der Chef der mitregierenden rechten Lega, Matteo Salvini, fordert allerdings mehr Freiheiten etwa für die Gastronomie und in der Kultur schon ab am 20. April. In Italien sind nach offiziellen Angaben im ersten Pandemie-Jahr fast eine Million Arbeitsplätze verloren gegangen.

Jeff Wiltzius

Ostermesse ohne Abstand in Paris - Geistliche in Polizeigewahrsam

17:31
08.04.2021
Nach einer Ostermesse ohne Abstandsregeln sind in Frankreich ein Priester und ein weiterer Geistlicher vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen worden. Ihnen werde unter anderem vorsätzliche Gefährdung anderer vorgeworfen, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Justiz hatte bereits Anfang der Woche Vorermittlungen in dem Fall eingeleitet. Am Abend kamen beide wieder auf freien Fuß.

Hintergrund ist eine Ostermesse in der Pariser Kirche Saint-Eugène-Sainte-Cécile am Samstag. Zahlreiche Menschen hatten dort eng aneinander ohne Maske das Osterfest begangen, wie etwa die französische Zeitung „Le Parisien“ berichtete. In Videoausschnitten des vierstündigen Gottesdienstes war auch die Mundkommunion zu sehen.

Die Pariser Diözese eröffnete ein Kirchenverfahren gegen den zuständigen Pfarrer der Kirche. Hygienemaßnahmen seien Gegenstand klarer Anweisungen, an welche die Diözese Paris regelmäßig erinnere, hieß es in einer Mitteilung. Diese seien bei der Messe in Saint-Eugène-Sainte-Cécile nicht eingehalten worden.

Jeff Wiltzius