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Psychologen sorgen sich um Corona-Folgen für Kinder und Jugendliche

04:48
08.04.2021
Psychotherapeuten befürchten gravierende Folgen von Corona-Infektionenen für Kinder und Jugendliche. „Wir haben die Sorge, dass die Long-Covid-Fälle deutlich zunehmen“, sagte die Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz, Sabine Maur, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Dafür gebe es Anzeichen aus Großbritannien, wo der derzeit vorherrschende Virus-Typ B.1.1.7 zuerst aufgetreten war.

Zu den Spätfolgen einer Erkrankung mit Covid-19 gehörten neuropsychologische Ausfälle und psychische Auswirkungen, sagte Maur. Es sei unklar, wie diese versorgt werden könnten. Die Wartezeiten für einen Psychotherapie-Platz für Kinder und Jugendliche seien während der Corona-Pandemie bereits deutlich gestiegen, die Zahl der Anfragen habe um rund 60 Prozent zugenommen.

In der Fachsprache ist bei den Spätfolgen von Long Covid (Langes Covid-19) oder Post Covid (Nach Covid-19) die Rede. Seit Wochen steigen die nachgewiesenen Corona-Fälle bei Kindern und Jugendlichen nach Daten des Robert-Koch-Instituts, Impfungen sind für sie noch nicht zugelassen. Dazu komme „die große Sorge, dass Kinder und Jugendliche das Virus aus der Schule in die Familien tragen“ und dies zu mehr Todesfällen der Elterngeneration führe, sagte Maur. „Der Tod eines Elternteils ist das Belastendste, was einem Kind passieren kann“, mahnte die Psychologin. In den USA sei die Zahl der verwaisten Kinder und Jugendlichen infolge von Covid-19 bereits gestiegen.

Sarah Cames

Haare weiß gefärbt: Zwei Festnahmen wegen Impfbetrug in Mexiko

04:46
08.04.2021
Zwei Männer haben sich in Mexiko als Senioren verkleidet und so Corona-Impfungen erschlichen. Die beiden hatten sich die Haare und Augenbrauen weiß gefärbt und waren mit gefälschten Ausweisen vor zwei Wochen zu einer Impfstätte in Mexiko-Stadt gegangen, wie die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, am Mittwoch in einer Pressekonferenz mitteilte. Dort wurden ihnen demnach Impfdosen gespritzt, obwohl in Mexiko bislang nur Beschäftigte im öffentlichen Gesundheitswesen, einige Lehrer und Menschen im Alter von mindestens 60 Jahren immunisiert werden sollen. Letztlich seien die Betrüger aber wegen ihrer Stimmen aufgeflogen. Die Männer im Alter von 30 und 35 Jahren seien festgenommen worden, gegen sie werde wegen Ausweisfälschung ermittelt.

In Mexiko wurden bisher rund 9,7 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht und gut 1,3 Millionen Menschen - etwa 1 Prozent der Bevölkerung - vollständig geimpft. Zwischenzeitlich wurden die Impfstoffvorräte knapp. Die Regierung warf reichen Ländern vor, sich die Vakzine unter den Nagel zu reißen. Inzwischen hat die zuständige Behörde sechs Präparaten eine Notfallzulassung erteilt.

Das nordamerikanische Land mit rund 126 Millionen Einwohnern verzeichnet die drittmeisten registrierten Corona-Toten weltweit nach den USA und Brasilien. Offiziell wurden dort bisher gut 205.000 Todesfälle bestätigt. Da in Mexiko äußerst wenig auf das Corona-Virus getestet wird, dürfte die wahre Zahl deutlich höher sein.

Sarah Cames