Das analoge Contact Tracing ist mit 163 Neuinfektionen wie am am Donnerstag überfordert. Der Direktor der Gesundheitsverwaltung, Dr. Jean-Claude Schmit sagte dies am Freitagmorgen gegenüber Radio 100,7. Man stoße bereits mit 60 täglichen Neuinfektionen an die Grenzen, so der Mann. Trotz verstärkter Mannschaften sei eine intensive Rückverfolgung aller Kontakte nicht mehr machbar. Wohl rufe man die Infizierten noch an und könne so mögliche Cluster ausfindig machen, dennoch habe man Gespräche mit den Nachbarländern aufgenommen, um eventuell deren Systeme (Tracing-Apps) zu übernehmen.
Er riet deshalb den positiv Getesteten, Personen, mit denen sie in Kontakt waren selber zu kontaktieren und sie auf mögliche Infektionsrisiken aufmerksam zu macheen, so dass diese sich in Autoquarantäne begeben können.
Das Durschnittsalter der Infizierten läge aktuell zehn Jahre unter demjenigen der ersten Welle. Die Regierung komme wahrscheinlich nicht umhin, größere Menschenversammlungen erneut zu untersagen, so Schmit weiter.