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Foto: Guy Jallay Bettel will am Freitag die Reisebeschränkungen für Luxemburger in Brüssel absprechen.

Bettel kritisiert Einreisebeschränkungen

04:57
17.07.2020

Im "Stern" kritisiert Premierminister Xavier Bettel die von Deutschland verhängten Einreisebeschränkungen. Die hohen Infektionszahlen seien das Resultat der Teststrategie im Großherzogtum. Er verweist auf die Sterblichkeit, die in Luxemburg "ungefähr so hoch wie in Deutschland sei".

Er will die Reisebeschränkungen am Freitag beim EU-Gipfel ansprechen. Die Botschaft könne nicht sein, weniger zu testen, so Bettel weiter in dem Interview des Nachrichtenmagazins. Wenn  Luxemburg teilweise 20mal mehr teste als seine Nachbarländer, so folge man damit nur den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und der EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC.

Auch die Einstufung durch die belgischen Beghörden als "Zone orange" stört Bettel. Gegenüber dem belgischen "Soir"unterstrich er, dass der Anteil der positiven Tests mit etwa einem Prozent nicht höher liege, als anderswo. Er akzeptiere die belgische Entscheidung, nachvollziehen könne er sie allerdings nicht, so der Regierungschef gegenüber der belgischen Zeitung.

Luxemburg lässt sich die Teststrategie rund 60 Millionen Euro kosten.

Teddy Jaans