Wegen der starken Zunahme von Corona-Infektionen verhängt die Stadt Mainz ab Gründonnerstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Ausnahmen gebe es aus beruflichen Gründen, zur Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger und zum Ausführen des eigenen Hundes, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am Dienstag. Dies sei der weitreichendste Eingriff seit Jahrzehnten. „Das macht auch deutlich, wie gefährlich die Situation ist und wie groß die Ansteckungsgefahr ist.“ Die Stadt folgt damit den Beschlüssen von Bund und Ländern für den Fall, dass die Inzidenz der Corona-Infektionen drei Tage lang über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche liegt. Am Donnerstag lag
Die Ausgangsbeschränkung ist Teil einer Allgemeinverfügung, die an diesem Mittwoch veröffentlicht werden soll und am Donnerstag, 0.00 Uhr, in Kraft tritt. Weitere Maßnahmen sind eine Kontaktbeschränkung auf höchstens eine weitere Person eines anderen Hausstands. Im Einzelhandel sind dann nur noch Online-Bestellungen mit Abholung („Click and collect“) möglich. Wieder geschlossen werden die Außenbereiche von Gaststätten.
Während in der Stadt Mainz die Corona-Maßnahmen wegen der anhaltend hohen Inzidenzzahlen verschärft werden, fällt in der Stadt Trier das zuvor geltende Terminshopping ab Dienstag wieder weg. Grund für die Lockerung: Der Inzidenzwert hat am Montag zum siebten Mal in folge die Marke von 50 Neuinfektionen unterschritten. Am Montag lag die bei 45,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Auch im Sport und in der Kultur können daher Maßnahmen gelockert werden.