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20210330124150

Österreich will Corona-Impfstoff Sputnik V aus Russland einsetzen

12:37
30.03.2021
Österreich verhandelt mit Russland über die Lieferung von Impfdosen des in der EU noch nicht zugelassenen russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. Bundeskanzler Sebastian Kurz bestätigte die Verhandlungen. „Beim Impfstoff darf es keine geopolitischen Scheuklappen geben“, sagte er am Dienstag. „Das Einzige, was zählen darf, ist, ob der Impfstoff wirksam und sicher ist, nicht, woher er kommt.“

Es geht um insgesamt eine Million Dosen, von denen bereits im April 300 000 geliefert werden sollten. Eine Kaufentscheidung sei aber noch nicht getroffen worden, betonte das Kanzleramt. „Wenn Österreich eine Million Impfdosen zusätzlich bekommt, wäre eine frühere Rückkehr zur Normalität möglich, und wir können viele Menschenleben sowie Arbeitsplätze retten“, sagte Kurz.

Man prüfe aktuell alle Möglichkeiten, um möglichst rasch an weitere Impfdosen zu kommen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). „Klar ist: Jeder in Österreich eingesetzte Impfstoffe muss wirksam und sicher sein“, fügte er hinzu.

Kurz habe die Drähte bei einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am 26. Februar gelegt, hieß es aus dem Kanzleramt. Seitdem liefen Verhandlungen mit dem Russian Direct Investment Fund (RDIF), der mit dem Impfstoff internationalen vertreibt.

Jeff Wiltzius

60 Millionen Masken wegen Mängeln in Italien beschlagnahmt

11:33
30.03.2021
 Die italienische Polizei hat 60 Millionen schadhafte Gesichtsmasken, die für den Gesundheitsbereich bestimmt waren, aus dem Verkehr gezogen. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Filterkapazität der Masken teils zehn Mal niedriger war als angegeben, teilte die Finanzpolizei am Dienstag in Görz (Gorizia) in der Nordost-Region Friaul-Julisch Venetien mit. Für das Personal im Gesundheitsbereich sei das riskant gewesen. Die Operation sei landesweit und im Rahmen von Kontrollen hinsichtlich illegaler Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie durchgeführt worden.

Teddy Jaans

Biontech will Impfstoffproduktion auf 2,5 Milliarden Dosen steigern

11:33
30.03.2021
Der Mainzer Corona-Impfstoff-Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer peilen eine Ausweitung ihrer Produktionskapazität auf 2,5 Milliarden Dosen bis Ende dieses Jahres an. Das teilte das Mainzer Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen für das vergangene Jahr mit. Bislang war von 2 Milliarden Dosen die Rede.

„Der Anstieg wurde hauptsächlich ermöglicht durch verbesserte Herstellungsprozesse, die Inbetriebnahme von Biontechs Produktionsstätte in Marburg, die Zulassung der Entnahme einer sechsten Impfdosis sowie durch die Erweiterung unseres Hersteller- und Lieferantennetzwerks“, erklärte das Unternehmen. 

Teddy Jaans