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20210328145509

Italien hofft auf Impfung in Apotheken bis Ende April

14:03
28.03.2021
Italien will künftig auch in Apotheken Menschen gegen das Coronavirus immunisieren. „Ich hoffe, ab Ende April bis Mai“, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza im Interview der Zeitung „Il Messaggero“ (Sonntag). Eine Übereinkunft mit den Apothekern sei auf der Zielgeraden.

In Italien beteiligen sich Apotheken schon lange am Testen. Online können dort Termine etwa für Corona-Schnelltests vereinbart werden, die dann oft in einem Zelt oder Container vor der Apotheke erfolgen. Bislang gibt es laut Gesundheitsministerium landesweit rund 1.990 Stellen, an denen geimpft wird. Insgesamt wurden den Angaben vom Sonntagmorgen zufolge knapp 9,26 Millionen Dosen verabreicht. Italiens Impfziel ist, 500.000 Dosen am Tag zu spritzen.

LW-Springer

Serbien impft Tausende aus Nachbarländern

13:14
28.03.2021
Serbien hat am Wochenende Tausende Menschen aus den Nachbarländern Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Montenegro und Kroatien gegen Covid-19 geimpft. Am Samstag seien in der Hauptstadt Belgrad Ausländern aus der Region 9.600 Impfungen verabreicht worden, sagte Nikola Nikodijevic, der Präsdent des Belgrader Stadtparlaments, dem serbischen Kabelfernsehen Vesti. Für den Sonntag waren demnach weitere 8500 Impfungen geplant.

Menschen aus den Nachbarländern wurden Medienberichten zufolge auch in den Städten Novi Sad und Nis gespritzt. Nach Berichten bosnischer Medien hatten sich bereits am Samstagmorgen an den Grenzübergängen zwischen Bosnien und Serbien lange Staus gebildet. Zahlreiche Bürger Bosniens und Nordmazedoniens brachten in den sozialen Medien ihre Dankbarkeit gegenüber Serbien zum Ausdruck. In den beiden kleineren Balkanländern sind die Impfungen zum Schutz gegen Erkrankungen durch das Coronavirus noch kaum in Gang gekommen.

Die serbische Regierung bemühte sich, die Impfaktion als geplante Maßnahme für Geschäftsleute aus der gesamten Region darzustellen, um die regionalen Handelsbeziehungen anzukurbeln. Die Serbische Handelskammer habe zu diesem Zwecke entsprechende Vereinbarungen mit den Partnerorganisationen geschlossen.

Dem widersprachen Medienmeldungen und Erlebnisberichte in Internet- Plattformen. Demnach habe es genügt, an den Impfstationen etwa einen bosnischen Reisepass vorzuweisen, um ohne Voranmeldung eine Impfung zu erhalten. Der Kommunalpolitiker Nikodijevic räumte ein, dass viele „Geschäftsleute“ ihre Angehörigen mitgebracht hätten und dass am Ende niemand abgewiesen worden sei.

Serbien steht bei den Corona-Impfungen verhältnismäßig gut da. Bis zum Sonntag hatten 20 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung, 13 Prozent auch eine zweite erhalten. Das Land mit knapp sieben Millionen Einwohnern setzt neben den westlichen auch massiv russische und chinesische Impfstoffe ein.

LW-Springer