“Wenn eine Ministerin gezeigt hat, dass sie das Ausmaß der Pandemie unterschätzt hat, dann Corinne Cahen”, kommentierte Sven Clement (Piraten) den Auftritt der Ministerin in der Gesundheitskommission.
“Die Sterberate im Servior-Haus in Niederkorn mit seinen 150 Betten liege bei fast 20 Prozent. Da kann mir keiner erzählen, dass das wegen des Alters und der Ko-Morbidität der Betroffenen als Fatalität hingenommen werden muss.”
Es fehle an Schutzkleidung, das Putzpersonal wurde nicht geimpft und im ganzen Land wurden die Restaurants geschlossen, um die Vulnerablen zu schützen, aber die Kantinen der Servior-Häuser blieben geöffnet. Da fehle ihm das Verständnis.
“Die Servior-Häuser gehören dem Staat und unterstehen direkt der Verantwortung des Familienministeriums. Die Ministerin verweigert aber seit Beginn der Krise generell, Verantwortung zu übernehmen und ein Gesetz zu schreiben. Wir bräuchten es aber gerade in diesem Bereich, der zum Teil privatisiert ist.” Clement findet zudem, dass alle Dosen direkt hätten verimpft werden müssen, anstatt im Kühlschrank zu liegen, dann hätte man diese Leben retten können.