Letztes Update:
20210318191136

Belgien besorgt wegen steigender Corona-Zahlen

10:46
18.03.2021
Steigende Corona-Zahlen besorgen Belgien. Erstmals seit November zählte das kleine Königreich im Sieben-Tage-Schnitt täglich mehr als 3.000 Neuinfektionen, wie aus Daten der belgischen Behörden vom Donnerstag hervorgeht. Im Vergleich zur Vorwoche stieg der Wert vom 8. bis zum 14. März um 29 Prozent auf 3.052. Innerhalb der vergangenen zwei Wochen wurden in Belgien je 100 000 Einwohner täglich 330 Infektionen gezählt. Auch die Anzahl der Krankenhaus-Einlieferungen nimmt seit mehreren Wochen zu.

Wegen der besorgniserregenden Daten erwog Ministerpräsident Alexander De Croo zuletzt, die für kommende Woche Freitag geplanten Regierungsberatungen zur Corona-Lage vorzuziehen. Geplante Lockerungen könnten stehen zur Debatte. 

Teddy Jaans

Inzidenz in Deutschland stark gestiegen

09:26
18.03.2021
Die Zahl der binnen sieben Tagen in Deutschland gemeldeten Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner hat erneut einen großen Sprung nach oben gemacht.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut Robert Koch-Institut (RKI) - der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten - am Donnerstag landesweit bei 90 - und damit erneut deutlich höher als am Vortag (86,2). Vor einer Woche (11.03.) hatte sie noch bei 69,1 gelegen.

Einen Wert von 90 hatte es zuletzt am 2. Februar gegeben. Danach war die Inzidenz noch einige Zeit gesunken, ein Tiefstand wurde mit 56,8 am 19. Februar erreicht. Seither geht es mit dem Wert wieder merklich aufwärts.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 17.504 Corona-Neuinfektionen - gut 3000 mehr als am Donnerstag der Vorwoche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 272 weitere Todesfälle verzeichnet. Das Infektionsgeschehen schlägt sich stets verzögert in den Todeszahlen nieder, weil zwischen Nachweis der Infektion und dem Tod häufig mehrere Wochen liegen. 

Teddy Jaans

Einschränkungen möglicherweise kontraproduktiv

09:19
18.03.2021
Die griechische Regierung plant eine Lockerung des strengen Lockdowns, obwohl die Coronazahlen derzeit im Land so hoch sind wie nie zuvor. Hintergrund ist die Vermutung, dass gerade die strengen Maßnahmen zu einem Anstieg der Fälle führen, wie griechische Medien am Donnerstag berichteten. Am Freitag soll deshalb beim wöchentlichen Treffen des Corona-Krisenstabes der Regierung über die Abschaffung verschiedener Restriktionen entschieden werden.

In der Kritik steht vor allem die Anweisung, sich nicht weiter als zwei Kilometern vom Wohnort entfernen zu dürfen. „Solche Verbote verschlimmern die Situation, weil sie die Zeit begrenzen, die die Menschen draußen an der frischen Luft verbringen“, sagte Giannis Ioannidis, Epidemiologe an der Universität Stanford, am Donnerstag dem griechischen Fernsehsender Mega. Diese Meinung teilen viele seiner griechischen Kollegen: Die Einschränkungen hätten zur Folge, dass die Menschen sich zunehmend privat in Wohnungen träfen und einfache Maßnahmen wie die Abstandsregeln nicht mehr einhielten. 

Teddy Jaans