Eine Karte des European Mortality Monitoring Project, die die Sterblichkeitsrate in Europa pro Land aufschlüsselt und im Vergleich zu den durchschnittlichen Werten der vorangegangenen Jahren zeigt, hebt die Übersterblichkeit im Jahr 2020 hervor. Die Todesrate verläuft demnach parallel zum Verlauf der Pandemie. Bis Februar liegt die Sterblichkeitsrate im langjährigen Mittel, bevor sie Anfang März zunächst in Spanien und in Italien ansteigt.
In der 15. Kalenderwoche - zwischen dem 6. und dem 12. April - erreichte die Übersterblichkeit in Europa ihren vorläufigen Jahreshöhepunkt. Im Vergleich zu den Nachbarländern Belgien und Frankreich, die in dieser Woche eine extrem hohe Übersterblichkeit verzeichneten, stand das Großherzogtum verhältnismäßig gut da: In Luxemburg wurde in der 15. Kalenderwoche lediglich eine niedrige Übersterblichkeit festgestellt. Laut den Zahlen der Santé starben in Luxemburg in der Woche vom 6. bis zum 12. April 24 Menschen an Covid-19. Insgesamt starben in der Woche laut Statec 116 Personen - 46 mehr, als in der gleichen Woche im Vorjahr.