Die EU-Kommission plant laut Medienberichten, die Impfstoffhersteller zu einem geheimen Krisengipfel einzuladen. Das schreibt das Magazin "Business Insider" unter Berufung auf EU-Kreise.
Denn nachdem viele Länder die Impfung mit dem umstrittenen Vakzin AstraZeneca ausgesetzt haben - Hintergrund sind Meldungen von Blutgerinnseln im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung - gebe es offenbar Lieferprobleme bei Johnson&Johnson sowie Novavax.
Gleich zwei Treffen sollen nächste Woche stattfinden, wie eine EU-Sprecherin bestätigte. Dabei geht es um den kompletten Impfstoffprozess, also auch um Zulieferer. Die Sprecherin erklärte: „Unsere Idee ist es, diese Konzerne und Firmen zusammenzubringen, um die Prozesse in der Impfstoffproduktion entlang der kompletten Warenkette zu beschleunigen – von den Rohmaterialien bis zur Abfüllung.“ Feste Termine nannte sie aber nicht.
Alleine vom Hersteller Johnson&Johnson erwartet die EU im zweiten Quartal Lieferungen von 55 Millionen Dosen. Doch es ist unklar, ob Johnson&Johnson dieses Lieferversprechen einhalten kann, denn die USA verweigert den Export von dort abgefüllten Impfstoffdosen in die EU. Bei Novavax sieht es noch düsterer aus: Laut EU-Kreisen kann Novavax womöglich erst ab 2022 liefern.