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Brasilien meldet erneut über 2000 Corona-Tote binnen 24 Stunden

05:36
12.03.2021
Nach der bisher todbringendsten Woche in der Pandemie hat Brasilien den zweiten Tag in Folge mehr als 2000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. 2233 Menschen starben nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Donnerstagabend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden (Mittwoch: 2286). Insgesamt sind damit in Brasilien 272.889 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 75.412 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten im größten Land Lateinamerikas auf fast 11,3 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

Brasilien hat erst im Januar mit Impfungen begonnen. Das Gesundheitssystem ist in vielen Städten kollabiert oder dabei zusammenzubrechen. Nach dem Kollaps des Gesundheitssystems in der Amazonas-Metropole Manaus bereiten nun auch die Regionen im Süden und Südosten Sorgen, die über eine stärkere Infrastruktur verfügen. Laut dem Nachrichtenportal „G1“ haben die Intensivstationen für Covid-19-Patienten in 53 Städten des Bundesstaates São Paulo 100 Prozent Auslastung erreicht.

Lokale Politiker haben den Ernst der Lage erkannt und die Maßnahmen gegen eine rasante Ausbreitung des Coronavirus zuletzt verschärft. So kündigte der Bundesstaat São Paulo am Donnerstag eine Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr an. Die Maßnahme gilt von kommenden Montag an für 15 Tage.

Sarah Cames

Deutschland setzt Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff nicht aus

21:53
11.03.2021
Anders als Dänemark, Norwegen und Island setzen Deutschland und weitere EU-Länder Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca nicht aus. Bislang gebe es keine Hinweise, dass der Todesfall in Dänemark mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca in kausaler Verbindung stehe, teilte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Donnerstagabend in Langen mit. Nach einer ersten Prüfung halte auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) „an der positiven Bewertung des zugelassenen Astrazeneca-Impfstoffs fest“, hieß es.

Bis 10. März wurden der EMA nach eigenen Angaben 30 Fälle von „thromboembolischen Ereignissen“ bei fast fünf Millionen mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpften Menschen in der EU gemeldet. Dies sei nicht mehr als statistisch zufällig auch ohne Impfung in der Bevölkerung vorkomme. Die EMA erklärte unter Berufung auf ihren Sicherheitsausschuss, „dass der Nutzen des Impfstoffs weiterhin die Risiken überwiegt und der Impfstoff weiterhin verabreicht werden kann, während die Untersuchung von Fällen thromboembolischer Ereignisse fortgesetzt wird“.

Ähnlich wie Deutschland reagierten Frankreich und Österreich. Europa, Frankreich und Deutschland seien zurzeit der Ansicht, dass es kein übermäßiges Risiko gebe, sagte der französische Gesundheitsminister Oliver Véran am Donnerstagabend in Paris. „Wir überwachen, wir beobachten“, fügte er hinzu. Auch Österreich sprach sich für die Verwendung des Impfstoffes von Astrazeneca aus. Der Nutzen der zugelassenen und verfügbaren Corona-Schutzimpfungen sei eindeutig belegt, hieß es vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen.

Jeff Wiltzius